Ruggell
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| Wappen | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Wahlkreis: | Unterland |
| BFS-Nr.: | 7010 |
| PLZ: | 9491 |
| Koordinaten: | 47° 15' n. Br. 9° 32' ö. L. |
| Höhe: | 433 m ü. M. |
| Fläche: | 7.4 km² |
| Einwohner: | ca. 1870 (31. Dezember 2004) |
| Website: | www.ruggell.li |
| Karte | |
Ruggell, ist die nördlichste Gemeinde des Fürstentum Liechtenstein und wegen seiner Lage auch die schönste der 11 Gemeinden des kleinen Landes im Herzen Europas.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Der Name Ruggell wurde schon in früher Zeit, erstmals um ca. 933 n.C., urkundlich erwähnt. Es siedelten hier aber schon in früherer Zeit Menschen. Er rührt vom Ausdruck "Roncale - ad ronacalem" was so viel wie roden, urbar machen bedeutet. Ruggell war ein Bauerndorf und praktisch jeder Haushalt führte nebenbei eine kleine Landwirtschaft mit ein paar Kühen, Hühnern und Schweinen. Dies meist für den selbstgebrauch oder als Zubrot. Heute sind nur noch einige wenige Bauern übriggeblieben. Meist sind diese ausgesiedelt. Im Dorf selbst sind nur noch etwa 2 bis 3 Bauern tätig. Die Ruggeller Geschichte ist auch stark mit dem Rhein verwurzelt. Durch Überschwemmungen brachte dieser immer wieder Leid und Elend ins Dorf und verwüstete es. Dies bis nach dem letzten Rheineinbruch im Jahr 1927, der Rhein gebändigt und kanalisiert wurde. Seither hat der Rhein seinen Schrecken verloren.
Geographie
Ruggell ist die nördlichste Gemeinde des Fürstentums und grenzt direkt an Österreich Riet sowie durch den Rhein getrennt auch an die Schweiz. Bei der Kanalmündung in den Rhein, welche vor einigen Jahren renaturiert wurde, befindet sich das Dreiländereck Liechtenstein-Schweiz-Österreich. Ruggell hat ein sehr schönes Riet (Sumpf-/Moorgebiet) mit einer äusserst reichhaltigen Flora und Fauna. Das Riet ist ein Naturschutzgebiet und man sollte sich dementsprechend gegenüber der Natur verhalten (bitte Fahrverbote beachten / Hunde nur an der Leine). Blumen pflücken ist verboten. Dennoch eignet sich die ebene Topographie sehr gut für schöne Spaziergänge, Tierbeobachtungen (Vogelbrutschutzgebiet mit sehr seltenen Exemplaren), Pflanzenexkursionen (im Mai/Juni blüht hier die Sibirische Schwertlilie/Iris) und wie schon erwähnt für Fahrradtouren. Im Ruggeller Riet liegt auch der tiefste Punkt des Fürstentums Liechtenstein mit ca. 430 Metern über Meer. Das Ruggeller Riet, die reichhaltigste Naturfläche Liechtensteins, ist ein Flachmoor, entstanden vor etwa 10’000 Jahren durch Verlandung von Hinterwässern des Rheins. Die Charakterpflanze ist die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica). Von europäischer Bedeutung ist der Kammförmige Wurmfarn (Dryopteris cristata). 450 Gefässpflanzenarten, 72 Moos- und 216 Pilzarten kommen im Ruggeller Riet vor. Vom reichen Tierleben zeugen 146 Vogel- und 534 Schmetterlingsarten. Die Ruggeller werden im Volksmund auch gerne "Lättaknätter" genannt. Dieser Ausdruck stammt auch vom Riet. Der lehmige Boden der hier vorkommt wird als "Lätta" betitelt. Früher wurde im Riet auch Torf gestochen. Der Torf wurde zum feuern, also heizen der Häuser benutzt.
Politik
Gemeindevorsteher ist derzeit Jakob Büchel von der Vaterländischen Union (VU). Vizevorsteher ist derzeit Robert Walch von der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP).
Kultur
Ruggell hat ein reges und aktives Vereinsleben. Es gibt verschiedenste Vereine aller Richtungen wie z.B. Fussballclub, Musikverein, Gesangsverein, Pfadfinder/innen, Tennisclub, Judoclub, Schützenverein, Veloclub (Schellenbergrundfahrt) etc. etc. Ruggell legt grossen Wert auf die Pflege der Tradition und Erhalt derselbigen. Siehe auch im Dorfmuseum "Küfer-Martis-Huus", in welchem regelmässig Ausstellungen, Vorträge, Vorlesungen usw. zu verschiedenen Themen und Fachgebieten erfolgen.
Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche St. Fridolin (1899)
- Dorfmuseum Küfer-Marti's-Huus
- Renaturierte Kanalmündung in den Rhein
- Ruggeller Riet (Sumpfgebiet mit sehr reichhaltiger Flora und Fauna)
Unterland:
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Ruggell |
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Oberland:
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Schaan |
Triesen |
Triesenberg |
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