Rudolf Vierhaus

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Rudolf Vierhaus (*29. Oktober 1922 in Wanne-Eickel) ist ein deutscher Historiker. Er ist bekannt durch seine Forschungen zur Geschichte der Neuzeit.

Im Jahre 1955 reichte Rodulf Vierhaus seine Promotion über das Thema "Ranke und die soziale Welt" ein. Nach seiner Habilitation war er ab 1961 Privatdozent in Münster bei Kurt von Raumer.

Schliesslich wurde Vierhaus 1964 zum ordentlichen Professor in Bochum ernannt. 1971 war er für einige Jahre Direktor des Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen. Von 1990 bis 1997 war Vierhaus deutscher Vorsitzender der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission .

Rudolf Vierhaus wurde 1990 emeritiert und lebt heute in Göttingen.

Werk

Rudolf Vierhaus plädiert für eine neue Kulturgeschichte, die er als Sozialgeschichte der Erweiterung versteht. Als methodische Grundlegung emphielt er die Rekonstruktion historischer Lebenswelten, welcher er in seinen Aufsatz Die Rekonstruktion historischer Lebenswelten. Probleme moderner Kulturgeschichtsschreibung nachgeht. Mittels einer solchen neuen Forschung (history from below) können auch einfache Leute plötzlich ins Zentrum der Wissenschaft geraten und nicht mehr nur grosse Leistungen grosser Leute wie Könige etc.

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