Rudolf Kjellén

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Rudolf Kjellén (* 13. Juni 1864 in Torsö, Bezirk Vadsbo, Skaraborg Amt in Schweden; † 1922 in Uppsala) war zunächst Professor für Erdkunde in Göteborg, später bis zu seinem Tod Professor Skytteanus für Staatswissenschaft in Uppsala. Zeitweilig war er als Konservativer Mitglied des schwedischen Reichstages.

Der Vater war Pfarrer. In Mariestad legte er sein Abitur ab, anschließend studierte er in Uppsala.

Möglicherweise war Kjellén der erste, der vom "Nationalsozialismus" geschrieben hat, ohne dass er ein 'Nazi' in der späteren Bedeutung gewesen ist. Ideologisch war er konservativ orientiert, um die Jahrhundertwende gehörte er zu den "Unghöger". Eine Rassenfrage interessiert ihn nicht, Kjellén beschrieb die Juden als "ein nettes Volk".

Heutzutage ist Kjellén am bekanntesten auf geopolitischem Gebiet. Seine Bücher lesen nicht nur Schweden, sondern auch Kubaner, Chinesen und andere. "Der Staat als Lebensform" ist in Deutsch geschrieben, es ist sein opus magnus in Staatswissenschaften.

Politisch ist Kjellén in Schweden in den letzten Jahren wieder aktuell geworden. Nationalkonservative Politiker wie z.B. Tommy Funebo nützen Kjellén als ideologische Grundlage für ihre politische Argumentation.

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