Rucksack

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Bild:Rucksack1.jpg Der Rucksack ist ein Behälter aus Stoff, flexiblem Kunststoff (Fachbegriff: Cordura, Nylon bzw. PVC) oder Leder (nur noch aus modischen/stylistischen Gründen verwendetes Material), der an gepolsterten Gurten auf dem Rücken getragen dem Transport von Gegenständen dient. Leichte Rucksäcke werden allein an Schultergurten getragen; bei Rucksäcken für den Transport schwerer Lasten wird die Last über einen Hüftgurt auf die Hüfte verlagert.

Je nach Qualität, Einsatzgebiet (z.B. Trekking, Klettern, Wandern, Reisen, Fahrradfahren, Freizeit, Lastentransport etc.) und Komfortanspruch des Trägers kann die Ausstattung der Rucksäcke variieren (z.B. Belüftung des Rückens, Innenliegendes Tragegestell zur Gewichtsübertragung auf die Hüfte, Verstellbarkeit der Rückenlänge zur Passformoptimierung, Eigengewicht, Güte und Haltbarkeit der Polsterung zur Druck/Scheuerstellenvermeidung)

Inhaltsverzeichnis

Kraxe

Die Kraxe ist Urform des Rucksacks, bei der das Gurtsystem nur ein offenes Gestell aus Holz oder Leichtmetall trägt (man spricht hier auch von einem aussenliegendem, bzw. freiliegendem Tragegestell), an dem die eigentliche Last wiederum in separaten Behältnissen befestigt wird. Sie wurde in jüngster Zeit durch den Traggestell-Rucksack abgelöst, der ein Metallgestell zur Stabilisierung und Lastverteilung integriert hat (das sogenannte innenliegende Tragegestell). Der älteste archäologische Nachweis einer Kraxe stammt aus dem Fundkomplex der Gletschermumie Ötzi aus der Jungsteinzeit ca. 3.300 v.Chr.

Kiepe

Die Kiepe ist ein Korb, der wie ein Rucksack getragen wird. Sie wird zum Teil noch heute unter dem Namen "Hotte" in der Weinlese eingesetzt.

City-Rucksack

Der City-Rucksack ist eine modisch gestylte, leichte Form des Rucksacks, die als auf dem Rücken getragene Einkaufstasche benutzt wird.

Camelbak

Ein Camelbak (Markenname, auch Trinksystem genannt) ist ein Rucksack, in den eine "Trinkblase" integriert ist. Mittels eines Schlauches, der nach vorn gelegt wird, kann der Benutzer dann seinen Durst löschen, ohne seine Tätigkeit zu unterbrechen. Deshalb benutzen natürlich gern Ausdauersportler, die lange Strecken zurücklegen müssen, dieses sehr nützliche Gerät. Es gibt diese Rucksäcke mittlerweile in vielen verschiedenen Ausführungen und Größen. Die Entstehung des Namens ist simpel zu erklären: Man trägt seine Wasserreserve auf dem Rücken, wie ein Kamel.

Tornister

Tornister oder "Affe" sind historische Rucksackformen aus Leder/ Fell, die vorwiegend beim Militär verwendet wurden. Der Affe ist in der Schweizer Armee entweder quadratisch oder rechteckig. Die Seiten bestehen aus Brettern. Innen ist er mit Stoff ausgeschlagen, außen mit Fell besetzt. Das Fell stammt in der Regel von einer Kuh. Beim Rechteckigen kann man die Deckeltasche abtrennen, und diese als reines Sturmgepäck benutzen. Der Affe der Deutschen Armee hat dagegen keinen Bretterrahmen und nur die Deckeltasche besteht aus Fell. Das Format ist auch kleiner. Was nicht in den Affen hineinpasst wird mit Riemen außen drangeschnallt (Decke, Mantel). Die Schultergurte sind aus Leder. Bei einigen Pfadfinderschaften ist der Affe auf Grund der kleinen Packmaße sehr beliebt.

Verschiedene

Ebenfalls eine historische Rucksackform ist der vorzugsweise aus festem Leder gefertigte Ranzen. Als Schulranzen für Kinder im Grundschulalter ist er heute noch üblich. Das Wort ist slawischen Ursprungs und leitet sich von rame (Schulter) ab. Die Behälter der Wanderburschen, in denen sie ihre Habseligkeiten transportierten, nannte man Felleisen.

Im übertragenen Sinn wird der Begriff "Rucksack" auch für andauernde, seelische Belastungen gebraucht: jemand "trägt ständig einen Rucksack mit sich herum".



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