Roy Wood

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Roy Wood (* 8. November 1946 in Birmingham) ist ein britischer Songschreiber und Gitarrist und Multiinstrumentalist.

Er war besonders erfolgreich in den 1960er und 1970er Jahren als Mitglied und Mitgründer der Gruppen The Move, Electric Light Orchestra und Wizzard, zu deren Repertoire er eine große Zahl von Hits beisteuerte. Er war auch bekannt dafür, dass er auf der Bühne und im Studio nicht nur Gitarre sondern eine Vielzahl von anderen Instrumenten spielte. Auf einigen seiner Alben hat er alle Instrumente selbst eingespielt.

Seine erste Gruppe in Birmingham in den frühen 1960er war Gerry Levine and the Avengers. Danach spielte er bei Mike Sheridan and the Nightriders, einer Gruppe, in der später auch sein kongenialer musikalischer Partner Jeff Lynne seine ersten Schritte unternahm. Aus dieser Gruppe und den talentiertesten Musikern anderer Gruppen der Birminghamer Szene formte sich dann die Gruppe The Move, deren musikalischer Kopf Roy Wood wurde. The Move waren schnell in der Hitparade präsent und machten Furore durch (für diese Zeit) spektakuläre Bühnenshows. Nach Weggang des Sängers Carl Wayne wurde der als schüchtern geltende Musiker in die Frontrolle gedrängt und legte sich ein wildes Image mit einer Indianermaskierung zu. Eine gewisse Uneinigkeit der Musiker und damit verbundene Richtungslosigkeit sowie die seltsamen Bühnenauftritte führten aber dazu, dass die musikalische Qualtität der Gruppe unterschätzt wurde. Roy Wood hatte daher früh Pläne seine weitergehenden Ideen in anderen Projekten zu verwirklichen.

Roy Wood war einer der Vorreiter der Verbindung von Rockmusik mit anderen Stilrichtungen wie klassischer Musik oder Big Band-Sound. In seinen Bands waren Cellisten, Geiger und Blasmusiker integriert. Noch während der Move-Zeit gründete er mit seinen Band-Kollegen das Electric Light Orchestra (ELO), das Jeff Lynne später zu großen kommerziellem Erfolg führte. ELO verbreiterte mit einer Streichergruppe die instrumentelle Basis einer Rockgruppe. Dasselbe Ziel verfolgte Wood mit der Gruppe Wizzard, die neben Cellisten auch Bläser enthielt. Auch die Einführung einer größeren Rhythmus-Sektionen mit mehreren Schlagzeugern und Perkussionisten in eine Rock 'n' Rollband war richtungsweisend. Daneben veröffentlichte Wood auch mehrere Solo-Alben, in denen er weiter mit Klängen und komplexen Arrangements experimentierte.

Im Line-Up fällt dabei immer wieder die Vielzahl der Instrumente auf, die Roy Wood und seine Mitspieler verwenden. Roy Wood selbst wird genannt als Sänger sowie als Spieler von Gitarren, Sitar, Bass, Cello, Saxophonen, Klarinette, Posaune, Tuba, Horn, Flöten, Oboe, Fagott, Schlagzeug, Perkussion, Dudelsack, Vibraphon und Keyboards.

Ab Mitte der 1970er Jahre zog sich Wood stärker zurück, der kommerzielle Erfolg ließ auch etwas nach. Seine Experimentierfreude deckte sich nicht immer mit dem allgemeinen Publikumsgeschmack. Vielleicht liegt hier eine Ursache für seinen etwas mysteriösen Abgang von ELO, dessen Gründe öffentlich nie wirklich aufgeklärt wurden. Wood blieb aber unermüdlich in der Studioarbeit als Musiker, Produzent und Songwriter. Hin und wieder tritt er in Erscheinung mit Plattenveröffentlichungen und auch auf der Bühne mit Gruppen wie Wizzo, The Helicopters und Roy Wood's Army.

Roy Wood hatte mehr als 20 Singles in den UK Top 40, darunter mehrere Nr.1-Hits. Sein regelmäßig einmal im Jahr gespielter Evergreen ist das Weihnachtslied "I wish it could be Christmas every day".

Roy Wood sollte nicht mit Ron Wood, dem Gitarristen der Rolling Stones, verwechselt werden.

Diskografie

Soloalben

  • Boulders (1972)
  • Mustard (1975)
  • Super Active Wizzo (1977)
  • On The Road Again (1979)
  • Starting up (1986)
  • Main Street (2000)
  • Outstanding Performer (2003)

Siehe auch

The Move, Electric Light Orchestra, Wizzard

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