Roter-Adler-Orden
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| Bild:Disambig-grau.png | Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem preußischen Roter-Adler-Orden, für die brandenburgische Auszeichnung siehe Verdienstorden des Landes Brandenburg. |
Der Roter-Adler-Orden wurde am 17. November 1705 durch Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth (gest. 1726) gestiftet. 1792 vom Königreich Preußen übernommen, war er zeitweise der zweithöchste preußische Orden.
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Geschichte
Organisiert und zum Hausorden erklärt wurde er während der Regierung Georg Wilhelms als Markgraf. Der Roter-Adler-Orden trug anfänglich den Namen Ordre de la Sincérité (Orden der Aufrichtigkeit). Der letzte Markgraf von Ansbach und Bayreuth, Christian Friedrich Karl Alexander (Karl Alexander von Ansbach-Bayreuth) (gest. 1806), gab dem Orden 1776 neue Statuten und den Namen "Hochfürstlicher Brandenburgischer Roter-Adler-Orden". Als er die Fürstentümer am 2. Dezember 1791 an Preußen abtrat, ging auch der Orden an Preußen über und wurde am 12. Juni 1792 von Friedrich Wilhelm II. (gest. 1797) zum zweiten Ritterorden des Königreichs erhoben.
Insignien
Das Ordenszeichen bestand seit 1810 aus einem nach oben sich verbreiternden weißemaillierten Kreuz. Das Medaillon im Avers zeigte den roten brandenburgischen Adler mit einem grünen Lorbeerzweig in den Fängen und im Revers das Monogramm "FW" unter der preußischen Königskrone. Das am 18. Oktober 1861 von König Wilhelm I. (gest. 1888) anlässlich seiner Krönung in Königsberg gestiftete Großkreuz trug rote Adler in den Kreuzwinkeln, das Medaillon im Avers zeigte das Monogramm "WR", von der Ordensdevise "Sincere et constanter" umwoben. Im Reversmedaillon befand sich innerhalb eines Eichenkranzes das Datum "Den 18.Octb. 1861". Das Großkreuz wurde an einer Collane getragen. Zur 1. Klasse, die an einer Schärpe von der linken Schulter zur rechten Hüfte getragen wurde, gab es einen silbernen achtstrahligen Stern, in der Mitte befand sich der gekrönte rote Adler mit dem Hohenzollernschen Wappenschild auf der Brust und mit einem Lorbeerzweig in den Krallen. Der Orden wurde an einem weißen Band mit orangen Seitenstreifen getragen. Die Kriegsdekoration hing ab 1864 am schwarz-weißen Band. Nichtchristliche Ordensritter bekamen seit 1851 manchmal statt eines Kreuzes ein silbernes Medaillon mit dem roten Adler in der Mitte verliehen.
Klassen
Der Roter-Adler-Orden wurde seit 1861 in fünf Klassen (Großkreuz und 1.-4. Klasse) verliehen. Darüber hinaus kannte der Roter-Adler-Orden eine große Anzahl von Ergänzungen zu den einzelnen Stufen: Krone, Schwerter (seit 1848 für Kriegsverdienst), Eichenlaub, Brillanten, Emailbänder, Johanniterkreuz, Schwerter am Ring, Dienstjubiläumszahlen (50 und 60), Schleife, Stern, so dass er der deutsche Orden mit den vielfältigsten Abstufungen war. Seine Devise lautete: Sincere et constanter (dt.: ehrlich und beständig). Im Jahre 1861 wurde dem Roter-Adler-Orden ein neuer Orden, Königlich Preußischer Kronenorden, der wie das Großkreuz des Roter-Adler-Ordens bei der Krönung Wilhelm I. gestiftet wurde, gleichgestellt. Beide wurden wie die Roter-Adler-Orden-Medaille nach dem Ende der Monarchie Anfang November 1918 nicht mehr verliehen.
Am 18. Mai 1842 verfügte König Friedrich Wilhelm IV. (gest. 1861) die Anfertigung der silbernen Roter-Adler-Orden-Medaille, die an ausländische Truppenangehörige ausgeteilt wurde. Kaiser und König Wilhelm I. (gest. 1888) ordnete 1871 eine neue Ausführung der Medaille an, die nur an nichtpreußische Personen am statutengemäßen weiß-orangen Band verliehen wurde.
Literatur
- G.A. Ackermann, Ordensbuch sämmtlicher in Europa blühender und erloschener Orden und Ehrenzeichen, Annaberg 1855
- L. Schneider, Der Rothe Adler-Orden, Berlin 1868
- M. Gritzner, Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt, Leipzig 1893, (ND holzminden 2000), ISBN 3-8262-0705-X S. 358-373
Siehe auch: Schwarzer-Adler-Orden



