Ron Goodwin
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Ron Goodwin (eigentlich Ronald Alfred Goodwin, * 17. Februar 1925 in Plymouth; † 8. Januar 2003 in Brimpton Common, Reading) war ein britischer Komponist.
Seine Schulzeit verbrachte Goodwin auf der Willesden County Grammar School im Nordwesten Londons. Bereits in jungen Jahren lernte er Klavierspielen und des Weiteren noch Trompete. Im Alter von 14 Jahren (1939) gründete er eine Tanzband, „The Woodchoppers“, deren Eröffnungsmelodie das swingende At the Woodchoppers Ball von Woody Herman war. Das Orchester erreichte bald einen semi-professionellen Status und nahm an verschiedenen Wettbewerben teil.
Im Alter von 24 Jahren (1949) nahm Goodwin seine ersten beiden Schallplatten als Dirigent für die Sängerin Petula Clark auf, die ein sehr großer Erfolg in Australien wurden. Ein überraschender Erfolg war 1950 auch eine Cover-Version Goodwins des Nat King Cole-Titels „Too Young“ für den relativ unbekannten Sänger Jimmy Young, für den er noch weitere fünfzehn Platten dirigieren sollte. Von da an war der Name Ron Goodwins in der britischen Musikwelt etabliert und seine Platten erschienen mit der der Bezeichnung „Ron Goodwin and his Orchestra“. Das Orchester bestand teilweise aus bis zu 42 Musikern, die er alle persönlich ausgewählt hatte.
1951 begann er für den Produzenten George Martin einige Platten aufzunehmen. Der größte Erfolg war die Adaption der Titelmelodie aus Charlie Chaplins „Rampenlicht“ (Limelight).
Von seinen frühen selbst komponierten Filmmusiken wurde die Titelmelodie aus den vier Miss-Marple-Filmen mit Margaret Rutherford am bekanntesten.
- 16 Uhr 50 ab Paddington (Murder She Said) (1961)
- Der Wachsblumenstrauß (Murder at the Gallop) (1963)
- Mörder ahoi! (Murder Ahoy) (1964)
- Vier Frauen und ein Mord (Murder Most Foul) (1964)
Er hat das Titelthema zusammen mit zwei weiteren Suiten (aus den Filmen Lancelot and Guinevere und Force 10 From Navarone - deutsche Titel Lancelot, der verwegene Ritter bzw. Force 10 - Die Spezialeinheit oder auch Der wilde Haufen von Navarone) als Dirigent mit dem Odense Symphony Orchester eingespielt und auf CD veröffentlicht. Das Titelthema ist auch auf verschiedenen anderen CDs veröffentlicht worden. Ein weiterer Instrumentalhit wurde seine Version der „Elisabeth Serenade“.
Herausragende Filmmusik schrieb Ron Goodwin zu den Filmen "Blumen des Schreckens" (The Day of the Triffids) (1962), „Kampfgeschwader 633“ (633 Squadron) (1964), „Der Menschen Hörigkeit“ (Of Human Bondage) (1964), "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" (1965), „Unternehmen Crossbow“ (Operation Crossbow) (1965), „Wie ein Schrei im Wind“ (The Trap) (1966) (das Titelthema wurde jahrelang von der BBC eingesetzt bei der Übertragung des Marathons in London), „Agenten sterben einsam“ (Where Eagles Dare) (1968), „Die Luftschlacht um England“ (Battle of Britain) (1969) und Hitchcocks „Frenzy“ (1972).
Die letzte Filmproduktion, an der Ron Goodwin beteiligt war, war der dänische Zeichentrickfilm „Valhalla“ (1987). Mit seiner Ehefrau Heather hatte Goodwin einen Sohn, Christopher. Goodwin starb zu Hause im Alter von 77 Jahren. Er bekam dreimal den Ivor Novello Award, zuletzt 1994 für sein Lebenswerk.
Werke (Auszug)
Werke für Blasorchester
- Armada 400 Suite
- Opening Fanfare
- Overture
- Interlude
- Ships leaving Harbour
- The Warclouds Gather
- The Battle & Finale
- City of Lincoln March
- Escape from the Dark for Brass-Band
- Force ten from Navarone
- Free Fall for concert band
- Frenzy Main Theme from the Alfred Hitchcock Film
- Headless Horseman
- Magnificant Men in their flying Machines Selection of Themes including Main Theme
- Monte Carlo or Bust Selection of Themes including Main Theme
- New Zealand Police March for Brass-Band and Pipe Band
- Prisoners of War March (The Kriegie)
- September 15th, 1940
- Suite: The Time Traveller for concert band
- Tall Ships for concert band
- The Eanslaw Steam Theme from the New Zealand Suite
- The Trap
- Where Eagles Dare
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Goodwin, Ron |
| ALTERNATIVNAMEN | Ronald Alfred Goodwin [vollständiger Name] |
| KURZBESCHREIBUNG | englischer Filmkomponist |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1925 |
| GEBURTSORT | Plymouth, England |
| STERBEDATUM | 8. Januar 2003 |
| STERBEORT | Brimpton Common, Reading, England |



