Rohstoff
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Als Rohstoffe werden in menschlichen Zivilisationen Materialien bezeichnet, die noch keine Bearbeitung erfahren haben.
Rohstoffe bilden die Grundlage der Industriegesellschaft. Sie stammen entweder aus der lebenden Natur (Agrarprodukte, Holz) oder werden aus der Erdkruste (zum Beispiel Erze), von der Erdoberfläche oder aus dem Meer gewonnen.
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Geschichtliche Entwicklung
Die ältesten von Menschen bearbeiteten oder hergestellten Gegenstände stammen aus der belebten Natur: Knochen, Holz, Pflanzenfasern. In der Steinzeit findet man den Handel mit begehrten Steinsorten, die sich zur Herstellung von Steinwerkzeugen eigneten.
Der Beginn der nicht Sesshaftigkeit ging mit der Entwicklung der Töpferei und der Metallgewinnung- und verarbeitung (Bronze, Silber, Gold, Kupfer, Zinn, Eisen) einher. Salz wurde ebenfalls in größerem Umfang gewonnen.
Seit der industriellen Revolution und mit wachsenden Kenntnissen in der Geologie und Chemie wurden immer mehr Rohstoffe entdeckt und genutzt. Eine gewichtige Rolle spielt dabei inzwischen die Werkstofftechnik, deren Ergebnisse stetige Optimierungen und Neuentwicklungen zulassen.
Materielle Rohstoffe
Energieträger
Eine wichtige Gruppe der Rohstoffe sind die Energieträger Kohle, Erdöl, Erdgas und Uranerze, aber auch Holz, die insbesondere bei der Energieerzeugung eine bedeutende Rolle spielen. An erster Stelle ist hier die Gewinnung elektrische Energie zu nennen und die dabei anfallende Abwärme mit der Möglichkeit zu Nutzung als Heizenergie in Form von zum Beispiel Fernwärme.
Erze
Eisenerz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit. Das daraus gewonnene Eisen dient als Rohstoff für die Stahlgewinnung. Bei fast allen übrigen Metallen - Gold wird gediegen gewonnen - sind entsprechende Erze die ursprünglichen Rohstoffe.
Sedimente
Aber auch Ton, Sand und Kies sind im Hoch- und Tiefbau mengenmäßig bedeutsam.
Syntheseausgangsstoffe
Erdöl und Erdgas sind bedeutende Rohstoffe in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Sie finden Verwendung bei der Herstellung von Zwischenprodukten, Chemikalien, Kunststoffen, Farben, Lacken, Folien, Kautschuk, Fasern, Medikamenten usw.
Veredelte Rohstoffe
Veredelte Rohstoffe sind Ausgangsstoffe für bestimmte Industrien. Was Kautschuk für die Reifen- und Gummiindustrie ist, das sind Stahl, Aluminium und Kunststoffe für die Autoindustrie. Dabei müssen Rohstoffe unbedingt von den Hilfs- und den Betriebsstoffen unterschieden werden.
Nachwachsende Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe sind eine weitere wichtige Gruppe. Dazu gehören unter anderem Holz, Baumwolle, Mais, Sisal und Hanf. Um daraus Treibstoffe für Kraftfahrzeuge zu gewinnen, werden beispielsweise Raps oder Zuckerrohr angebaut.
Ein besonderes Problem in der aktuellen Debatte spielt mehr denn je die Rohstoffknappheit.
Rohstoffe im Rechnungswesen
Rohstoffe sind im betriebswirtschaftlichen Rechnungswesen Materialien, die die Basis für die Herstellung von Fertigerzeugnissen in der Produktion eines Unternehmens darstellen.
In der Finanzbuchhaltung (Fibu) werden die Anfangs- und Inventurbestände an Rohstoffen auf dem gleichnamigen Bestandskonto erfasst, während der Einkauf bzw. der Verbrauch von Rohstoffen sowie der Saldo des Bestandskontos "Rohstoffe" auf das Aufwandskonto "Aufwendungen für Rohstoffe" gebucht werden, welches selbst wiederum im Rahmen des Jahresabschlusses auf das GuV-Konto abgeschlossen wird.
Weblinks
siehe auch: Edukt, Lagerstätte



