Roetgen

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Wappen Karte
Bild:Wappen fehlt.jpg
Wappenabbildung auf ngw.nl
Bild:Lage der Gemeinde Roetgen in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Aachen
Fläche: 39,033 km² (31. Dezember 2003)
Einwohner: 8.200 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 210 Einw./km²
Höhe: 386 m ü. NN
Postleitzahl: 52159
Vorwahl: 02471
Geografische Lage: 50° 38' n. Br.
06° 12' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: AC
Gemeindeschlüssel: 05354024
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 55
52159 Roetgen
Website: www.roetgen.de
E-Mail-Adresse: info@roetgen.de
Politik
Bürgermeister: Manfred Eis (SPD)

Roetgen ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Aachen. Die Gemeinde hat zirka 8.000 Einwohner.

Zur Gemeinde Roetgen gehören die Ortsteile Roetgen, Rott und Mulartshütte, welches der älteste Ortsteil Roetgens ist. Zusammengenommen bildet die Gemeinde mit 39 Quadratkilometer flächenmäßig eine der größten Gemeinden Deutschlands. Durch die Nähe zu Aachen wurde die Gemeinde vor allem für Pendler interessant, es existieren daher verschiedene Neubaugebiete aus den 70er, 80er und 90er Jahren sowie ein Gewerbegebiet aus den 90er Jahren.

Zwischen Roetgen und Rott liegt die Dreilägerbachtalsperre, die vom Dreilägerbach sowie über die künstlich angelegten Schleebachgraben und Hasselbachgraben gespeist wird. Das angeschlossene Wasserwerk versorgt unter anderem große Teile Aachens mit Trinkwasser.

Roetgen ist nicht zu verwechseln mit Röthgen oder Röttgen.

Städtepartnerschaften

Die Gemeinde Roetgen pflegt Partnerschaften seit 1975 mit dem französischen Wervicq-Sud und seit 1990 mit dem sächsischen Neumark.

Geschichte

Die Geschichte der Gemeinde Roetgen

Roetgen liegt im südlichen Teil des Kreises Aachen auf dem Luvabhang des Hohen Venns. Die zur Gemeinde gehörenden Ortschaften Roetgen, Rott und Mulartshütte sind ringsum von einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete des Landes umgeben. Ältester Ortsteil ist Mulartshütte. Die Eisenverhüttung, die im Umfeld bereits von den Römern betrieben wurde, war Grundlage der Ortsbildung.

Erkennbar wird die Geschichte des Ortes durch die Bezeugung einer Urkunde aus dem Jahr 1430, die das Erbrecht am Vichtbach beschreibt und Voraussetzung für die Anlage des Mulartswerkes war. Die Wasserkraft der Vicht diente der Mulatshütte annähernd 300 Jahre.

Nach Beschäftigung im Tuchmachergewerbe während des 18. Jahrhunderts war im 19. Jahrhundert landwirtschaftliche Nutzung die Lebensbasis der meisten Einwohner. Typische Baumerkmale ihrer Häuser weisen auf diese Entwicklung hin. Neben der ortsbildprägenden Giebelfront der alten Nagelschmiede am Dorfplatz ist hier besonders das schöne barockale Großfachwerkhaus aus der Eifeler Tuchmacherzeit "Altes Jägerhaus" (siehe Bild oben) beachtenswert.

Durch ihre grünen Fluren und sanft aufsteigenden Höhenzüge (ca. 350 bis 580 m) sowie dem besonderen Reiz des südwestlich gelegenen Hohen Venns ist sie von Natur aus zum Erholungsgebiet geschaffen.

Schon zur Römerzeit wies Roetgens Territorium einen wichtigen Straßenstern auf. Hier kreuzten wichtige Verkehrswege von Xanten über Aachen nach Trier und von Düren über Gressenich nach Eupen und Lüttich.

Eine Besiedlung der im fränkischen Herrschaftsgebiet liegenden Gemeinden fand jedoch erst in der mittelalterlichen Rodungsperiode statt.

In der sogenannten "Roetgener Mulde" haben Roetgenbach, Schleebach, Grölisbach und Dreilägerbach ihr Quellgebiet. Sie füllen begründend den größten Bach des Gemeindegebietes, den Vichtbach, dessen Talverlauf hier beginnt. Auch der Lenzbach und Rommerichbach mit seinen Teichanlagen beleben die landschaftlich schöne Lage der Gemeinde.

Die Mulartshütte war die einzige eisenerzeugende Hütte am Vichtbach, deren Gründungsdatum aktenkundig ist. Erwähnenswert ist der schöne Fachwerkbau "Altes Jägerhaus", der auch als eines der ältesten Häuser von Mulartshütte bezeichnet werden kann.

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