Robert Sterl

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Robert Herrmann Sterl (* 23. Juni 1867 in Großdobritz, heute Dresden-Dobritz; † 10. Januar 1932) war ein deutscher Maler. Bild:Robert-Sterl-1.jpg Bild:Sterl2.jpg Robert Herrmann Sterl zählt neben Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth zu den bedeutenden Vertretern des deutschen Impressionismus. Nach dem Studium an der Dresdener Kunstakademie, die er als Meisterschüler 1890 verließ, blieb Sterl seiner Heimatstadt bis an sein Lebensende verbunden. So gehörte er auch um die Jahrhundertwende mit Wilhelm Claudius zum Künstlerkreis in der Künstlerkolonie Goppeln. Beinahe drei Jahrzehnte lang nahm er als Professor der Kunstakademie bis zu seinem Tod entscheidenden Einfluss auf die sächsische Kunstszene. Nicht nur das Interieur der Jahrhundertwende in dem 1914-1920 errichteten Atelierhaus mit Gartenanlage, sondern auch die Bibliothek sowie der umfangreiche persönliche und künstlerische Nachlass Robert Sterls bilden ein einzigartiges, unwiederbringliches Ensemble.

Neben zahlreichen in Hessen entstandenen Landschaften des Frühwerkes beeindrucken vor allem die russischen Reiseimpressionen sowie das furiose Bild des berühmten Dresdener Dirigenten "Ernst von Schuch im Orchester" von 1908. Robert Sterl war zeitlebens ein gefragter Bildnismaler. Eines seiner Hauptwerke, das 1917 entstandene Porträt des Hofarchivars Dr. Otto Posse, ist im Atelier zu sehen. Mit dem Elbsandsteingebirge ist Sterl als Maler der Steinbruch und Steinbrecher besonders verbunden. Er liefert mit seinen authentischen und vitalen Darstellungen zudem eindrucksvolles Zeugnis der Arbeits- und Technologiegeschichte.

Inhaltsverzeichnis

Leben

  • 1867 geboren als Sohn des Steinmetz Friedrich Wilhelm Sterl
  • 1873 bis 1881 Besuch der Volkshochschule in Dresden
  • 1881 bis 1891 Studium an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden
  • 1887 bis 1904 tätig als Landschaftsmaler, Porträtist und Illustrator
  • 1894 Gründungsmitglied des „Vereins bildender Künstler“ (= Dresdner Sezession)
  • 1906 Ernennung zum Professor
  • 1913 bis 1930 Mitglied der Galeriekommission, später des Galeriebeirates Dresden
  • 1915 Berufung zum Mitglied des Akademischen Rates
  • 1918 Mitbegründer des Künstlerrates zur Reformierung des Dresdener Kunstlebens, Einsatz für Studentenrat an der Kunstakademie Dresden
  • 1919 Kauf des Wohnhauses in Naundorf und Berufung zum auswärtigen Mitglied der Berliner Akademie der Künste
  • 1923 Studienprofessor an der Dresdener Kunstakademie
  • 1932 Tod am 10. Januar in seinem Haus, Bestattung auf dem Naundorfer Grundstück

Ehrungen

  • Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig (1927)

Werke

  • 1887 Afrikaner im Halbakt
  • 1908 Ernst von Schuch im Orchester
  • 1910 Marktplatz in Nishni Nowgorod

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