Robert Menasse

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Robert Menasse (* 21. Juni 1954 in Wien) ist ein österreichischer Schriftsteller und Essayist.

Menasse studierte in Wien, Salzburg und Messina Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft und promovierte 1980 mit der Arbeit "Der Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb. Am Beispiel Hermann Schürrer" zum Dr. phil.. Von 1981 bis 1988 arbeitete er an der Universität São Paulo in Brasilien als Assistent am Institut für Literaturtheorie. Seither arbeitet er als freier Schriftsteller.

Sein erster Roman "Sinnliche Gewißheit", eine autobiographische Schilderung des Lebens eines Österreichers im brasilianischen Exil, kam 1988 heraus. Es folgten die Romane "Selige Zeiten, brüchige Welt" (1991), "Schubumkehr" (1995) und "Die Vertreibung aus der Hölle" (2001). Darüber hinaus hat er zahlreiche Essays veröffentlicht.

1990 wurde Menasse als erster mit dem Heimito-von-Doderer-Preis ausgezeichnet. Der Schriftsteller, der auch als Übersetzer aus dem brasilianischen Portugiesisch arbeitet, lebt in Wien und Amsterdam.

Immer wiederkehrende Themen in seinen Romanen sind die Einsamkeit und die Entfremdung, ob innerhalb Beziehungen oder durch die Schicksale seiner Figuren bedingt.

In jüngster Zeit steht Menasse unter massiver Kritik, da er im Mai 2005 in dem Vortrag „Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung“ im Rahmen der Frankfurter Poetik-Vorlesung den Terror des 11. September 2001 als „unsere Rettung im dialektischen Sinne“ und die Terroristen selbst als „Ideal einer individuellen Entfaltung“ bezeichnete.

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