Ridley Scott

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Ridley Scott (* 30. November 1937, South Shields in England) ist ein britischer Film-Regisseur. Sein Bruder Tony Scott ist ebenfalls ein bekannter Hollywood-Regisseur.

Biographie

Scotts Markenzeichen ist ein ausgeprägter visueller Stil, der sich durch jahrelange Erfahrung als set designer und Regisseur von über 2000 Fernseh-Werbespots entwickelt hat. Scott hat Kunst und Film am Royal College of Art in London studiert, bevor er als set designer bei der BBC anfing. In den 1960er Jahren begann er Shows im BBC-Fernsehen zu drehen, wenig später als freischaffender Regisseur folgten hunderte Werbespots bis zu seinem ersten Spielfilm The Duellists im Jahr 1977. Der Film war kommerziell kein großer Erfolg, fand bei der Kritik allerdings aufgrund seiner visuellen Opulenz genug Beachtung, um Scott die Realisierung des Science-Fiction Films Alien (1979) zu ermöglichen.

Sein nächster Film Blade Runner (1982), basierend auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick, spielt in einem düster-futuristischen Los Angeles. Das Werk war visuell derart beeindruckend, dass es für eine ganze Generation von Cyberpunk Literatur, Musik und Kunst als Inspiration diente.

In der Folge drehte Scott Legend (1985), Der Mann im Hintergrund (1987) und Black Rain (1989), die alle nicht an die Bedeutung und den Erfolg der vorigen Werke anknüpfen konnten, mit denen Scott solide Genre-Kost bot.

Die von der Kritik stetige Beschuldigung, visuellen Stil vor Inhalt und Charakterzeichnung zu stellen, wurde mit Thelma & Louise (1991) entkräftet. Neben guten Kritiken erhielt Scott seine erste Oscar-Nominierung für die beste Regie.

Danach folgten mit dem Columbus-Film 1492: Eroberung des Paradieses (1992), White Squall (1996) und G.I. Jane (1997) erneut Filme, die künstlerisch und kommerziell durchfielen. Insbesondere der plumpe Militärfilm G.I. Jane, in dem Demi Moore Mitglied bei den Seals werden will, wurde wegen seiner undifferenzierten Pro-Militär-Haltung angegriffen.

Mit Gladiator feierte Scott 2000 ein triumphales Comeback. Auch wenn die Kritikermeinungen weit auseinandergehen, war der Film beim Publikum sehr erfolgreich und gewann neben dem Oscar für den besten Film im Jahr 2000 auch den Golden Globe 2001. Jeweils war auch die Regie-Leistung nominiert, den Preis selbst erhielt Scott jedoch nicht. Eine weitere Oscar-Nominierung erhielt er für Black Hawk Down. Dazwischen ersetzte er Jonathan Demme bei der Fortsetzung zu Das Schweigen der Lämmer, Hannibal. Mit seinem letzten Film, Tricks, als leichtfüßige Komödie gedacht, verfehlte Scott die kommerziellen Vorgaben der Produzenten wieder einmal. Derzeit (Juli 2005) sucht Scott in der französischen Provence nach geeigneten Drehorten für seinen nächsten Film Ein guter Jahrgang nach dem jüngsten Roman seines Landsmannes Peter Mayle. In dem Roman geht es um einen Bankmanager, der von seinem Onkel ein Weingut in der Provence erbt und daraufhin beschließt, sein Leben umzukrempeln. Für die Hauptrolle ist der australische Schauspieler Russell Crowe im Gespräch.

Filmographie

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