Ribonuklease

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Eine Ribonuklease ist ein Enzym, das Ribonukleinsäure-Moleküle in kleinere Moleküle zerlegt. Ribonukleasen sind Nukleasen.

Synonyme

die RNase [ˌʔɛʁʔɛnˊʔaːzə], Plural: die RNasen [ˌʔɛʁʔɛnˊʔaːzn̩], weniger gebräuchliche Schreibweise: die RNAse.

Funktion

In lebenden Zellen ist die Erbinformation in Form von DNS gespeichert. Die Information wird jedoch nicht direkt umgesetzt, sondern zunächst im Schritt der Transkription als RNA kopiert. Von dieser RNA wird abgelesen und die gespeicherte Information umgesetzt. (siehe Proteinbiosynthese)
Da ständig neue RNA gebildet wird, muss die "alte", die bereits gelesen wurde, wieder abgebaut werden. Die geschieht mit Hilfe der RNase, eines Enzyms, das Verbindungen des Zucker-Gerüstes der RNA trennt und somit die Monomere bildet, die wieder zur Bildung neuer RNA benötigt werden.

Beispiele

RNase A

Die RNase A ist eine Endonuklease. Das Enzym erkennt die beiden Pyrimidine U und C. RNase A spaltet eine Phospoesterbindung an der 5'-Positionen der Ribose des jeweils in der RNA-Kette auf U bzw. C folgenden Nukleotids. RNase A findet sich unter anderem im Schweiß. Dadurch baut es auch RNA-Viren ab, die den Körper infizieren könnten. Somit gehört die Sekretion von RNAse A mit dem Schweiß zu den Abwehrmechanismen des Körpers. Diese Sekretion führt dazu, dass RNAse A eine sehr häufig extrazellulär vorkommende "Umwelt-Nuklease" darstellt.

RNase H

Die RNase H ist eine Endonuklease. Sie erkennt RNA-DNA-Hybride, also RNA, die komplementär an DNA gebunden ist (siehe Basenpaarung). RNase H schneidet nur den RNA-Strang.



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