Rhododendron

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Rhododendron
Bild:Blüte FC.jpg
Systematik
Unterklasse: Asternähnliche (Asterdae)
Ordnung Heidekrautartige Ericales
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Unterfamilie: Rhododendroideae
Tribus: Rhododendreae
Gattung: Rhododendron
Wissenschaftlicher Name
Rhododendron
L.
Arten

Der Rhododendron ist eine Gattung immergrüner Sträucher aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Es gilt bei dem Rhododendron zu unterscheiden zwischen den großblumigen, zumeist auch kräftig und höher wachsenden Arten und Sorten und den kleinblumigen, zumeist kriechenden oder zwergwüchsigen Arten und Sorten. Die ersten sind echte Waldpflanzen, die den Schirm hoher tiefwurzelnder Bäume zum Leben nötig haben und sich im tiefgründigen Waldhumus am üppigsten entwickeln. Die zwergartig wachsenden dagegen gehören zur Zwerggehölzformation der Hochgebirge, deren Lebensgrundlage eine Rohhumusschicht von mehr oder weniger großer Stärke ist, mit gutem Wasserabzug und hoher Luftfeuchtigkeit.

In Europa kommen acht Arten vor. Weltweit gibt es über 1.000 Arten, die meisten davon in Asien, etliche in Nordamerika. In Europa sind sie teilweise in Alpenwäldern heimisch, teilweise im äußersten Südeuropa. In Mitteleuropa sind die Rhododendren wegen ihrer großen, trompetenförmigen weißen, lila oder roten Blüten als Ziersträucher beliebt. In Südwestirland finden sich ganze Wälder aus verwilderten Rhododendren (R. ponticum), die als invasive Neophyten eine Gefahr für die Artenvielfalt (z.B. im Killarney-Nationalpark) darstellen.

Der Name Rhododendron = Rosenbaum wurde bis ins 17. Jh. für Oleander gebraucht und wurde von Carl von Linné auf die Alpenrose übertragen.

Viele Rhododendren sind giftig; das Gift, Grayanotoxine aus der Klasse der Diterpene, sitzt nicht nur in den Blättern sondern auch im Nektar und im Pollen.

Einheimische Rhododendren wurzeln relativ flach etwa spatentief), können aber weit über die durchschnittlichen 1,20 m hoch werden. Sie bevorzugen saure Böden, tolerieren aber auch begrenzt kalkhaltigen Grund.

Zwischen beiden heimischen Alpenrosen-Arten kann es zu Bastarden kommen (R. x intermedium, mit Merkmalen beider Eltern), die kreuzen und mit den Eltern rückkreuzen können. Heimische Sträucher überdauern den Winter meist unter dem Schnee, der vor Erfrieren schützt.

Inhaltsverzeichnis

Parks


Ein Zentrum der Rhododendronzucht in Deutschland ist das Ammerland im nordwestlichen Niedersachsen. In der Kreisstadt Westerstede finden alle paar Jahre Rhododendronfesttage statt ("Rhodo"). Es gibt in dem Landkreis mehrere Rhodendronparks.

Krankheiten

Falsche Standortbedingungen können bei Rhododendren zu Erkrankungen führen. Unterschiedliche Arten der Erkrankung sind: Pilzbefall, Braunwerden der Blätter, vertrocknen der Knospen. Schädlingsbefall beispielsweise durch Rüsselkäfer führt ebenfalls zur Beeinträchtigung der Pflanze.

Auffallend an den beiden Alpenrosen-Arten sind oft rote, gallertartige Wucherungen, sogenannte Alpenrosen-Äpfel.

Eine weitere Krankheit ist die Knospenfäule. Sie wird durch die Rhododendron-Zikade übertragen. Die Zikade schlitzt die jungen Knospen auf, um dort ihre Eier abzulegen. Durch diese Schlitze kann dann der Pilz Pycnostysanus azaleae in die Pflanze eindringen und sich vermehren.

Systematik

Zur Gattung der Rhododendren (Rhododendron) zählen ebenfalls die erheblich kleineren:

und die

  • Azaleen:
    • Topfazalee (R. simsii)
    • Japanische Azalee (R. japonicum)

Bildergalerie

Weblinks

Bild:Commons-logo.svg WikiCommons: Rhododendron – Bilder, Videos oder Audiodateien
Bild:Wiktionary-logo-en.png Wiktionary: Rhododendron – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Bild:Erste hilfe.png Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!


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