Rezeptorpotenzial
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Das Rezeptorpotenzial (lat. receptor: Aufnehmer, Empfänger - lat. potenzialis: nach Vermögen; tätig wirkend) - auch: Generatorpotenzial - bezeichnet eine membranelektrische Antwort der Rezeptoren auf einen Reiz.
Das Rezeptorpotenzial ist eine unmittelbare Folge des Transduktionsprozesses, der Umwandlung von Reizenergie in körpereigende Erregung. Der Verlauf des Rezeptorpotenzials bei Anwendung eines standardisierten Reizes (z. B. der Sprungreiz) ist für die verschiedenen Rezptoren unterschiedlich. Typisch ist ein aus einem Proportional- und Differentialanteil (siehe Differentialquotientenempfindlichkeit, Proportionalverhalten) zusammengesetztes Potenzial.
Es setzt sich aus der Aufaddierug von exitatorischen und inhibitorischen postsynaptischen Potenzialen (IPSPs und EPSPs) zusammen.
Das Rezeptorpotenzial folgt nicht dem Alles-oder-Nichts-Gesetz, d. h. es wächst graduell mit der Stärke des Reizes. Bei dem Erreichen eines bestimmten Schwellenwertes (Schwellenpotenzial) erfolgt dann ein Aktionspotenzial, welches aber (wie alle Aktionspotenziale) dem Alles-Oder-Nichts-Gesetz folgt.



