Reza Schah Pahlavi

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Bild:Reza.jpg Seine Kaiserliche Majestät Reza Schah Pahlavi (persisch: رضاشاه پهلوی [rezɔːˈʃɔːh pæɦlæˈviː]; Reza Schah der große), geboren als Reza Chan bzw. Reza Khan (رضا خان [reˈzɔː xɔːn]), (* 16. März 1878 in Alasht, Provinz Mazandaran, Iran; † 26. Juli 1944 in Johannesburg, Südafrika) war Schah von Persien.

Leben

Reza Shah stammte aus keiner vornehmen Familie, sein Vater war Eseltreiber, er selber Schafhirte, er hatte eine sehr niedrige Herkunft, kein Herrscher in Persiens Geschichte kam je aus solch ärmlichen Verhältnissen. Reza kam 1878 in Sevad Kuh zur Welt, einem unscheinbaren Flecken, den kaum eine Landkarte verzeichnet. Dort verbrachte der Knabe seine Zeit als Hirte auf Schafweiden, er wuchs ohne jegliche Schulbildung auf, aber auch sonst fehlte es am Nötigsten. Gerade vierzehn Jahre alt, lief er einem vorbeiziehenden Kosakenregiment nach und trat dort als Freiwilliger ein.

Reza Schah stammte aus einer Militärfamilie, allerdings waren sein Vater und sein Großvater keine Offiziere. Bevor er selbst eine militärische Karriere anstrebte, brachte er sich selbst das Lesen und Schreiben bei. Er hatte vermutlich drei Frauen. Die Kinder mit seiner zweiten Frau waren:

  • Shams
  • Mohammad Reza Pahlavi (Kronprinz)
  • Ashraf(die Zwilings-schwester von Mohammed Reza)
  • Ali Reza (kam 1954 durch einen Flugzeugabsturz ums Leben)

Gholam Reza und Ahmad Reza stammten von einer weiteren Ehe mit einer Kadscharin und waren durch Gesetz von der Thronfolge ausgeschlossen.

Politik

Der Aufstieg des Reza Khan erfolgte durch seinen Eintritt in die von Russland gegründete Kosakenbrigade. Unter dem letzten Kadscharen Ahmad Schah wird er Kriegsminister. Ahmad Schah verließ auf Grund von Protesten den Iran. Es wurde eine Verfassung verlangt, die die Machtbefugnisse des Königs einschränken sollte. Reza Khan ging zu dieser Zeit radikal gegen Seperatistenbewegungen (überwiegend in Khorasan und Chuzestan) vor. Das Parlament setzte zu dieser Zeit Ahmad Schah offiziell ab, nachdem dem König im Exil vorschwebte, wieder zurückzukommen. Zu dieser Zeit war Ahmad Schah noch offiziell König.

In Iran sollte eine Verfassung entworfen werden, die eine laizistische Linie verfolgte. Mit Unterstützung des Klerus ließ Reza Khan mit dem Militär das Parlament auflösen. Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest, wie die künftige Regierungsform des Iran aussehen sollte. Auf Grund der monarchischen Geschichte des Iran und der Unterstützung des Klerus ließ sich Reza Khan künftig mit "Majestät" anreden.

Bei der offiziellen Krönung 1925, die schließlich durch einen Mullah erfolgen sollte, nahm Reza Schah ihm die Krone weg (wie Napoleon), und krönte sich selbst. Seinen Dynastie-Titel Pahlavi übernahm er nach einem bekannten mittelpersischen Zunamen ("der Heroische").

Reza Shahs Politik hatte das Ziel, ein modernes Persien zu schaffen. Seine Pläne beinhalteten die industrielle Entwicklung, die Schaffung einer Infrastruktur, die Schaffung eines Eisenbahnnetzes, die Etablierung eines nationalen Schulsystems, die Reform des Rechtssystems und die Verbesserung des Gesundheitswesens im Land. Er schickte viele Perser zum Studium ins Ausland. Seinen Sohn, den späteren Schah Mohammad Reza Pahlavi, schickte er in die Schweiz. Während seiner Regentschaft wurde der Iran zu einer Industrienation.

1935 sorgte er für die internationalle Anerkennung des einheimischen Namens "Iran". Bis dahin war das Land in Europa nur als Persien bekannt.

Der frühe britische Einfluss auf die Ölindustrie durch die Anglo-Persian-Oil-Company (APOC) bestimmte das Unabhängigkeitsstreben des Landes. APOC wurde 1908 gegründet und später in Anglo-Iranian-Oil-Company AIOC umbenannt. Die Aktienmehrheit lag mit 51% in britischer Hand, und für Persien war nur ein Gewinnanteil von 16% vorgesehen. Reza Schah versuchte die imperialen Mächte der Region, England und die Sowjetunion, durch Taktieren mit dem nationalsozialistischen Deutschland auszuspielen.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges bekamen die Erdölvorkommen im Iran eine strategische Bedeutung. Großbritannien forderte die Ausweisung der deutschen Berater, gleichzeitig wurden Truppen in den Iran entsandt. Nach Hitlers Angriff auf die Sowjetunion 1941 verbündeten sich beide Mächte gegen den Iran und zwangen Reza Schah zugunsten seines Sohnes Mohammad Reza abzudanken. Er starb 1944 im Exil in Südafrika, auf der Insel Moris bei Johannesburg.

Siehe auch



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