Residuum
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Residuum, umgangssprachlich "der Rest" (Plural: "Residuen", aus dem lateinischen residuum = "das zurück Gebliebene"; "das, was sich abgesetzt hat") kommt in verschiedenen Bedeutungen vor:
- als Alternativbezeichnung für alle Arten von Rückständen, zum Beispiel für Abfälle
- als Residualklang in der akustischen Wahrnehmung;
- als Sammelbezeichnung für die nichtkristallisierten Bestandteile des Magmas am Ende der magmatischen Differentation, siehe Residuen (Magma)
- als Begriff für die zurückgebliebenen Minerale hoher Verwitterungsstabilität, die am Ende eines Verwitterungsprozesses durch Anreicherung als Gesteinsbildner auftreten, siehe Residuen (Verwitterung)
- mathematisch
- als Entwicklungskoeffizient der mathematischen Laurentreihe;
- als mathematisches Wegintegral des Residuensatzes;
- als der Rest, um den eine mathematische Gleichung nicht erfüllt ist.
- ökonometrisch
- als eine nicht zu erklärende Störgröße, die im Optimalfall als weißes Rauschen in der Gleichung auftaucht;
- soziologisch
- nach Vilfredo Pareto als ein Motivkomplex sozialen Handelns, den eine induktiv vorgehende Soziologie nicht weiter auflösen kann, quasi ein 'soziales Atom'. Siehe dazu "Residuum (Pareto)".
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