Reportage

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Als Reportage (von lat. reportare = zusammentragen, zurückbringen; siehe Reporter) bezeichnet man im Journalismus eine nicht-fiktive Darstellungsform. Sie erzählt eine räumlich wie zeitlich begrenzte Geschichte, jedoch subjektiv und nicht immer im chronologischen Verlauf.

Der Reporter erzählt aus der Perspektive eines Augenzeugen, den man als Protagonisten bezeichnet. Durch dessen Sicht soll dem Rezipienten das Miterleben der beschriebenen Ereignisse ermöglicht werden. Die Reportage schildert die Innenansicht einer Handlung. Es gibt keine thematische Beschränkung.

Dem Journalisten ist es – im Gegensatz zum Verfasser von Nachrichten oder Berichten – erlaubt, Fakten durch eigene Eindrücke zu ergänzen, die er bei seiner Anwesenheit am Ort des Geschehens gesammelt hat.

Idealiter erzählt er, ohne dabei zu werten oder zu kommentieren, außer durch Weglassen. Er beschränkt sich auf eine narrative Funktion.

Beispiel: „Ein Haus hat gebrannt.“ Die Reportage beschreibt detailliert, wie es darin aussieht und versucht, beim Rezipienten „Kino im Kopf“ ablaufen zu lassen. Er schildert die „versengten, schwarzen Treppengeländer, denen man nur schwer ansieht, dass sie aus Holz sind“.

Eine Reportage kann verknüpft sein mit Interviews und Kommentaren.

Eine Reportage kann aus Text, oder Bild und Text bestehen (Fotoreportage), für Film und Fernsehen aus bewegten Bildern und gesprochenem Wort.

Auffallend ist, dass der Begriff Reportage im Alltag durch inflationären Gebrauch an Definitionsschärfe verliert. Vor allem in Bezug auf Fernsehen wird die Bezeichnung ohne Rücksicht auf Form und Inhalt verwendet. Notwendig ist vor allem die Unterscheidung von der Dokumentation und dem Feature.

Für die Reportage wird jährlich der Henri-Nannen-Preis vergeben, der bis 2004 noch Egon-Erwin-Kisch-Preis hieß. Der Henri-Nannen-Preis, der vom stern ausgelobt wird, ist die angesehenste Ehrung in der Branche.

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