Reißlänge
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Die Reißlänge ist eine charakteristische Materialeigenschaft. Es handelt sich dabei um diejenige Länge, bei der ein so genannter, frei hängender Querschnitt (zum Beispiel ein Draht) eines Stoffes durch sein Eigengewicht an der Befestigung abreißt. Die Stärke (Dicke) des Querschnittes ist dabei beliebig. Die Reißlänge
- <math>L_R = {R_m \over {\rho \cdot g}}</math>
ist definiert durch das Verhältnis von Zugfestigkeit <math>R_m</math> zum Produkt aus Dichte ρ und Erdbeschleunigung g. Reißlängen sind im Leichtmetallbau wichtig, sowie überall dort, wo Bauteile großen Trägheits- oder Fliehkräften ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Pleuelstangen. Eine wichtige Rolle spielt die Reißlänge auch in der Raumfahrt und im Ventilatoren-Laufradbau.
Der Begriff wurde erstmals von Galileo Galilei geprägt.
Beispiele
| Material | Faser | Kompakt |
|---|---|---|
| Horn | 31 km | |
| Titan | 15 km | |
| Baustahl | 51 km | 6 km |
| Aluminium | 29 km | 14 km |
| Holz | 30 km | 15 km |
| Glas | 160 km | 2,2 km |
Alle Angaben sind relativ zur Qualität der Materialien, der Faserausrichtung, der Struktur und der Temperatur während der Messungen.



