Rausch
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| Bild:Disambig-grau.png | Dieser Artikel erläutert den Rauschzustand; für andere Bedeutungen siehe Rausch (Begriffsklärung). |
Rausch ist ein Zustand besonders intensiver oder besonders abgeschwächter Erlebnisse bis hin zur Ekstase, der Apathie oder dem Koma.
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Biologie des Rausches
Das Phänomen des Rauschempfindens kann durch unterschiedliche Ereignisse ausgelöst werden. Zu nennen sind hier unter anderem:
- Die verstärkte Ausschüttung körpereigener Hormone (Beispiel: Bungee-Jumping - Adrenalin; Tanz, Musik; auch Sportler berichten von Rauscherlebnissen aufgrund von erhöhter Hormonauschüttung.)
- Die Einnahme von Substanzen die in die Informationsübermittlung, beispielsweise des Gehirns, einwirken und den normalen Ablauf stören bzw. ändern. Dabei handelt es sich bei Einnahme von Drogen oft nicht um eine Erweiterung der natürlichen Fähigkeiten, sondern um eine Einengung, die in einer Veränderung des normalen Verhaltens oder Erlebens resultiert. (Beispiel: Alkohol - Herabsetzung von Scham; psychoaktiver Substanzen)
Eine der ältesten Formen der substanzgebundenden Rauscherlangung ist der Konsum von Alkohol (vergorene Getränke), Verzehr von Pilzen und Pflanzen, das Rauchen von Kräutern oder das Einatmen von Gasen. Auch unter Tieren sind gelegentlich Rauschzustände zu beobachten (Beispiel: Vergorene Früchte).
Rausch in der Kultur
Integrierte Nutzung von Rausch in Kulturen
In einigen Religionen gehören Rauschzustände zu Zeremonien. Ziel ist etwa der Wunsch nach Intensivierung oder die Sehnsucht, Einheit mit dem Göttlichen zu erlangen (siehe Entheogen). Einige Mystiker oder Mönche nutzen Körperübungen, um ohne Drogen in Rauschzustände zu kommen. Bekannt sind beispielsweise die tanzenden Derwische im Sufismus (islamische Mystik).
Berauschende und halluzinogene Substanzen werden seit Menschengedenken genutzt, um Devination auszuüben oder in Kontakt mit dem Unterbewusstsein zu treten (Beispiel: Schamanismus).
Einige Religionsgemeinschaften verwenden den Rausch zur Entgrenzung, zur Überwindung des menschlichen Befindens.
Nicht integrierte Formen von Rausch in der Kultur
So sehr Rausch Teil vieler Kulturen oder Zeremonien ist, gibt es oft eine starke Abwehr von Rausch oder Drogen bei kulturell nicht integrierten Formen. Oft ist die Abwehr gegen nicht akzeptiertes Rauschverhalten wesentlich stärker als die Abwehr von integrierter Rauschnutzung. Dies hängt unter anderem mit Nebenwirkungen von Drogen zusammen - oder dem fremdartigen Verhalten, dass in der Gemeinschaft auffällt.



