Raslinge
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| Raslinge, Schwärzlinge | ||||||||||
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| Büscheliger Rasling (Lyophyllum decastes) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Lyophyllum | ||||||||||
| P. Karst. 1881 | ||||||||||
| Arten (Auswahl) | ||||||||||
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Die Raslinge oder Schwärzlinge sind eine Gattung aus der Ordnung der Blätterpilze mit etwa 35 Arten in Mitteleuropa. Die Pilze sind meist von mittlerer bis kleiner Größe.
Ohne Mikroskop lassen sich nur die großen, fleischigen Raslings-Arten bestimmen. Die großen braunen Raslings-Arten (Büscheliger Rasling (L. decastes) und Gepanzerter Rasling (L. loricatum)) sind Speisepilze. Sie dürfen jedoch nicht mit dem giftigen Riesenrötling (Entoloma sinuatum) verwechselt werden. Der Weisse Rasling (L. connatum) galt lange Zeit als essbar, inzwischen wird er aber verdächtigt teratogene Substanzen zu enthalten, die Tumore auslösen können. Alle anderen Arten sind selten oder ungeniessbar und deshalb keine Speisepilze.
In Japan ist der Shimeji (L. shimeji) ein sehr beliebter Speisepilz.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
- Wuchsform: zum Teil rasig (viele Fruchtkörper beieinander) oder büschelig wachsend.
- Hut: halbkugelig bis gewölbt ausgebreitet, Hutfarbe: weiss, grau, braun oder bläulich, Hutoberfläche: schwärzend oder rötend.
- Fleisch: fest, elastisch bis ausgesprochen knorpelig; schwärzend oder rötend.
- Lamellen: weisslich, ausgebuchtet bis leicht herablaufend, bei einigen Arten auf Druck blauend und/oder schwärzend. Wenn die Lamellen nicht schwärzend sind, dann wachsen die Pilze meist büschelig oder die Lamellen sind gelb.
- Stiel: faserig, z.T. schwärzend oder rötend
- Sporen: Sie sind glatt oder feinwarzig bis stachelig, inamyloid. Die Basidien sind karminophil, sie lassen sich mit Karmesinrot anfärben. Die Sporenfarbe ist weiß.
Mikroskopische Merkmale
- Die Raslinge besitzen keine Zystiden.
- An den Übergängen der Hyphenkompartimente befinden sich oft Schnallen.
Vorkommen
Raslinge findet man in Wald, Wiese, Sumpf- und Bergwiese, im Sommer, vor allem im Herbst, teilweise bis in den Winter hinein, immer (!) auf dem Erdboden wachsend. Die häufigeren Arten wachsen mit Vorliebe an Weg und Waldrändern sowie in Parks.
Verwechslung
- Eine sehr ähnliche Gattung sind die Schönköpfe (Calocybe), die oft gesellig, aber nicht büschelig wachsen und sich nicht schwärzlich verfärben.
- Die Holzraslinge (Hypsizygus) wurden früher zum Teil zu den Raslingen gezählt. Sie unterscheiden sich von den erdbewohnenden Raslingen, dass sie auf Holz wachsen.
- Die Graublättler (Tephrocybe) oder Graublattrüblinge wurden früher zu den Raslingen gezählt, aber vor einigen Jahren von diesen abgespalten. Es sind zumeist kleinere Arten mit grauen Lamellen.
- Einige Rötlinge (Entoloma) sind habituell sehr ähnlich, insbesondere eine Verwechslung mit dem giftigen Riesenrötling (Entoloma sinuatum) wäre für Speisepilzsammler fatal. Die Lamellen sind bei den Rötlingen zumindest bei älteren Exemplaren rosa bis rötlich gefärbt.



