Rangordnung
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Eine Rangordnung (auch Rangfolge, Rangliste, Ranking [ˈræŋkɪŋ]) ist das Ergebnis einer Sortierung von mehreren vergleichbaren Objekten, die mit einer vergleichenden Bewertung einhergeht. Rangordnungen ermöglichen es beispielsweise, komplexe Informationsangebote nach bestimmten Kriterien zu bewerten und eine Auswahl zu treffen. So werden beispielsweise in einer Suchmaschine die Webseiten automatisch nach ihrer Relevanz sortiert. Andere Ranglisten sind das Ergebnis von aufwendigen Vergleichsstudien oder Bestandteil der Hierarchie in sozialen Systemen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Rangordnung in der Verhaltensforschung
In der Verhaltensbiologie wird der Begriff Rangordnung meist gleichbedeutend mit der anschaulichen Bezeichnung Hackordnung verwendet und beschreibt die Hierarchie in Tiergruppen.
siehe auch: Alpha-Tier
Protokollarische Rangordnung
Die protokollarische Rangordnung der einzelnen Staaten ordnet die Träger öffentlicher Ämter nach ihrer nominellen Bedeutung ein. Zuoberst steht in der Regel das Staatsoberhaupt, gefolgt von den höchsten Vertretern der drei Staatsgewalten.
Hochschulranking
Das Centrum für Hochschulentwicklung, eine gemeinschaftliche Einrichtung der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz, veröffentlicht jedes Jahr ein umfangreiches Hochschulranking Deutschlands. Seit 2005 sind auch die österreichischen und schweizer Hochschulen einbezogen. Das Ranking wurde mehrere Jahre gemeinsam mit dem "Stern" publiziert. Seit 2005 wird es mit der Wochenzeitschrift "Die Zeit" veröffentlich. Es hat den Anspruch, für jedes Fach die Qualität von Forschung und Lehre an Universitäten und Fachhochschulen mit jeweils etwa 40 Indikatoren zu erfassen.
Städte- und Nationenranking
Die Bertelsmann Stiftung erstellt Rankings wie das der unternehmensfreundlichsten Städte Deutschlands, ferner internationale Wirtschaftsrankings für Unternehmensstandorte.
Ranking bei Internet-Suchmaschinen
Auch bei der Abfrage von Suchmaschinen werden die Ergebnisse in einer vom Hersteller vorgegebenen Rangordnung dargestellt: In einer Reihenfolge, bei der die ersten Treffer die größte Relevanz für den Suchbegriff aufweisen sollten. Eines der Kriterien für die Einstufung ist die Zahl der Verweise anderer Webseiten auf eine bestimmte Homepage. Je mehr Links im Internet auf die betreffende Webseite verweisen, desto höher wird sie eingestuft, weil eine höhere Übereinstimmung zwischen Suchbegriff und dem Inhalt der Website angenommen wird. Welche Kriterien für das Ranking der Suchmaschinen herangezogen werden, ist meist ein Firmengeheimnis der Betreiber.
Webseiten mit höherer Einstufung in den Trefferlisten werden auch von mehr Surfern besucht. Aus diesem Grund gibt es legale und illegale Tricks um das Ranking einer Webseite in einer Suchmaschine zu erhöhen und um so mehr Besucher auf das Angebot dieser Webseite aufmerksam zu machen.
Illegale Tricks zum Erhöhen des Rankings werden meist von der Suchmaschinen erkannt und mit einer Entfernung des Links aus dem Datenbestand der Suchmaschine bestraft. Da das Ranking maßgeblich für den Erfolg einer Webseite sein kann, ist es bei vielen Suchmaschinen möglich sich ein hohes Ranking zu erkaufen oder man kann dies mittels redaktioneller Suchmaschinen-Optimierung (Englisch: editorial-SEO) erreichen.
siehe auch: Top-N-Anfrage
Weblinks
- Google PageRank Calculator - Tool zum Überprüfen des Google Rankings
- Tool zum Überprüfen des Suchmaschinen Rankings.
- Manipulationsmethoden des Rankings bei Suchmaschinen im Überblick
Wissenschaftliche Analyse von Rangordnungen mit Hilfe der Statistik
Die Untersuchung von Rangordnungen mit Hilfe der Statistik (rank order statistics, zum Beispiel mit Hilfe des Wilcoxon-Rangsummentests) bietet in vielen Fällen wesentliche Vorteile gegenüber der Analyse der Rohdaten durch den t-Test, denn Rangtests sind deutlich robuster gegenüber Extremwerten und Nichtlinearitäten. Durch die Bildung von Rängen werden die zu untersuchenden Einheiten in eine Ordinalskala gebracht; die Beträge der absoluten Unterschiede zwischen benachbarten Werten wirken sich dann weniger stark auf das Testergebnis aus, was insbesondere bei mehrgipfeligen Verteilungen der Rohdaten die Nachweismöglichkeiten von Signifikanzen erhöht.



