Provenzalische Sprache
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Das Provenzalische (oder provençalisch, französisch provençal, Eigenbezeichnung Prouvençau) ist eine in Frankreich gesprochene romanische Sprache. Es wird dem Okzitanischen (SIL code: PRV; ISO 639-1: oc; ISO 639-2: oci) zugeordnet.
In Frankreich (v.a. in der Provence, im Südosten, in der Süd-Dauphiné, um Nîmes) gibt es etwa 250.000 Sprecher. Daneben wird Provenzalisch in Italien und Monaco gesprochen.
Es gibt verschiedene Dialekte, die einen großen Einfluss auf das Regionalfranzösische Südfrankreichs haben. Das Altprovenzalische des Mittelalters ist zudem die älteste romanische Literatursprache (Trobador-Lyrik) und hat als solche einen Einfluss auf viele europäische Literatursprachen – vor allem auf das Katalanische und das Französische. Dante Alighieri inspiriert sich am Altprovenzalischen bei seinem Projekt einer italienischen Literatursprache. Der Nobelpreisträger Frédéric Mistral betrieb im 19. Jahrhundert eine Wiederbelebung der provenzalischen Literatursprache, schrieb einige Werke auf Provenzalisch (u.a. Mirèio) und war Herausgeber eines Wörterbuches der Sprache (Trésor dou Félibrige).
Das Provenzalische, das Okzitanisch des Languedoc, das Nordokzitanische (Limosinisch) und besonders das Gaskognische unterscheiden sich, obwohl sie alle zum Okzitanischen gerechnet werden. Es existiert keine einheitliche, allgemein akzeptierte Schriftsprache, sondern drei größere und mehr oder weniger erfolgreiche Projekte einer Standardsprache.



