Postglaziale Landhebung

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Postglaziale Landhebung oder Europa betreffend Fennoskandische Landhebung, wird der Aufstieg der Landmassen genannt, die während der letzten Eiszeit vom Inlandeis bedeckt waren. Dieser Effekt tritt vor allem im nördlichen Europa, in Sibirien, auf Schottland sowie in den USA und Kanada auf.

Die nördlichen Teile Europas, Asiens und Nordamerikas waren vor 11.000 Jahren von bis zu 3 Kilometer dicken Eispanzern bedeckt. Das gewaltige Gewicht des Eises ließ Teile der Erdkruste in den Erdmantel sinken. Als sich die Gletscher zurückzogen, hob sich die Erdkruste rasch im Bezug auf den Mantel. Durch die enorme Zähigkeit des Mantels wird dieser Prozess aber noch einige tausend Jahre andauern.

Studien haben ergeben, dass diese Hebung in zwei zeitlichen Phasen abläuft. In der ersten Phase, die vor etwa 2000 Jahren abgeschlossen war, betrug die Hebung bis zu 75 Millimeter pro Jahr. Mit Beginn der zweiten Phase verringerte sich die Hebung auf 25 Millimeter pro Jahr und nimmt weiter prozentual ab. Die heutige Hebung beträgt etwa 10 Millimeter pro Jahr und ist von Region zu Region unterschiedlich.

Die postglaziale Landhebung beeinflusst auch die Topographie der genannten Regionen. So war der schwedische See Mälaren eine Bucht der Ostsee, die durch die Hebung von ihr abgeschnitten wurde. In Dänemark und Großbritannien, wo aufgrund einer zentralen Kippachse nur der nördliche Teil einer Landhebung unterliegt, verursacht diese eine Senkung des südlichen Teils. Zusammen mit dem Anstieg des Meeresspiegels aufgrund des Treibhauseffektes könnte diese Senkung zu bedrohlichen Überschwemmungen im Gebiet der Themse führen.

In Nordamerika hatte die postglaziale Landhebung einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Großen Seen. Der Obere See war früher Teil eines riesigen Sees zusammen mit dem Michigansee und dem Huronsee. Erst die Landhebung führte zur Trennung der Gewässer.



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