Polnische Notation

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Mit Polnischer Notation wird in Computersprachen eine bestimmte Struktur von Befehlen bezeichnet. Als erstes kommt das Befehlswort oder die gewünschte Funktion, dann folgen die zugehörenden Parameter.

  Befehlswort Parameter1 Parameter2 ... ParameterN

Die Polnische Notation (auch Präfix-Notation oder Lukasiewicz-Notation) verdankt ihren Namen dem polnischen Mathematiker Jan Lukasiewicz, der sie 1920 vorstellte. Diese Notation, bei der der Operator vor den Operanden steht, bedarf keiner Klammerung, da die Präzedenz der Operationen eindeutig ist.

Inhaltsverzeichnis

Beispiele

Die Addition der Zahlen 21 und 43 wird in der Präfixnotation folgendermaßen dargestellt

+ 21 43

In der gewohnten Infixnotation benötigt der folgende Term mehrere Klammern

(4 + 9) : (17 + 2)

Mit der Präfixnotation hingegen keine:

: + 4 9 + 17 2

Anwendung

Die polnische Notation wird meist in Kommandozeileninterpretern verwendet. Auch die Programmiersprachen Lisp – deren Dialekte, wie z.B. Scheme – und Tcl verwenden diese Notation.

Da aber in Lisp erstens Operatoren nicht eindeutig von Operanden unterschieden werden können (Variablen, Funktionen als Operanden), und zweitens die Stelligkeit eines Operators (d.h. die Anzahl seiner Operanden) nicht eindeutig ist, werden hier wieder Klammern benötigt.

Umgekehrte Präfixnotation

Die Bezeichnung polnische Notation wird nicht so häufig verwendet. Deren Pendant, die Umgekehrte Polnische Notation, bei der die Operatoren hinter den Operanden geschrieben werden, jedoch schon. Eine solche Notation wird dann auch Umgekehrte Präfixnotation, Postfixnotation, oder sogar Schinlop-Notation genannt.

siehe auch

Currying als Anwendungsbeispiel polnischer Notation



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