Polarkreis
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Bild:Polarkreis Finnland 1975.jpg Bild:Polarkreis Norwegen 1975.jpg Bild:Polarkreis - zwischen Narvik & Mo i Rana Norwegen.JPG
Polarkreise nennt man die auf ca. 66,5° nördlicher sowie südlicher Breite gelegenen Breitenkreise. Sie trennen die Polargebiete von den gemäßigten Zonen. Ihr Abstand vom Pol, 23,5°, entspricht der Schiefe der Ekliptik.
Innerhalb von 40.000 Jahren pendelt der Polarkreis wegen der Präzession innerhalb eines Bereichs von 250 km (rund zwei Breitengraden), das heißt, er verlagert sich täglich um derzeit einen bis zwei Zentimeter.
Polarnacht und Polartag
Gebiete innerhalb des Polarkreises überschreiten nicht jeden Tag die Tag-Nacht-Grenze. In Gebieten, die innerhalb der Polarkreise liegen, kommt es daher zur Polarnacht und zum Polartag: Im Winter geht dort für mindestens einen Tag (mit zunehmender Breite mehr) die Sonne nicht auf, im Sommer dagegen scheint für die gleiche Anzahl von Tagen die Mitternachtssonne.
In der Polarnacht bleibt es jenseits des Polarkreises aber nicht notwendigerweise dunkel, da mehrere weitere Faktoren zu berücksichtigen sind:
- Wegen der Refraktion (Lichtbrechung in der Erdatmosphäre) scheint die Sonne in Horizontnähe deutlich höher zu stehen als sie in Wirklichkeit ist, kann damit also trotz „theoretischer“ Polarnacht scheinbar vollständig aufgehen.
- Die Sonnenscheibe kann teilweise aufgehen, sie steigt nur nicht vollständig über den Horizont.
- Sogar wenn die Sonne knapp unter dem Horizont bleibt, gibt es eine Dämmerung. Auf dem europäischen Festland ist die Polarnacht daher nirgends so dunkel, dass die Sterne durchgehend zu sehen wären.



