Plumploris

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Plumploris
Bild:Plumplori (Stenops tardigradus).png
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenaffen (Strepsirhini)
Familie: Loris (Loridae)
Gattung: Plumploris
Wissenschaftlicher Name
Nycticebus
Arten
  • Eigentlicher Plumplori (N. coucang)
  • Zwergplumplori (N. pygmaeus)

Die Plumploris (Nycticebus) sind eine Gattung aus der Primatenfamilie der Loris. Es gibt zwei Arten, den Eigentlichen Plumplori (N. coucang) und den Zwergplumplori (N. pygmaeus).

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Plumploris leben in Südostasien, von Bangladesch über Vietnam und Thailand bis nach Borneo und die südlichen Philippinen.

Beschreibung

Plumploris erreichen eine Körpergröße von 27 bis 38 cm (Zwergplumploris von 18 bis 21 cm) und ein Gewicht von bis zu 2kg. Der Schwanz ist verkümmert. Das Fell ist kurz, dick und kann eine Vielfalt von Farben haben, meistens grau-rötlich, oft mit weißlichem Einschlag. Sie haben gut entwickelte Daumen, die einen festen Griff an den Ästen ermöglichen und einen sehr biegsamen Rücken. Die Augen sind groß und nach vorne gerichtet, die Ohren klein und fast im Fell verborgen. Sie sind generell stärker gebaut als der Schlanklori.

Lebensweise

Wie alle Loris sind Plumploris nachtaktive Baumbewohner, die sich vorwiegend in den Baumspitzen aufhalten. Wie alle Loris sind sie durch langsame Bewegungen, verbunden mit dem fast unlösbaren Griff um die Äste gekennzeichnet. Plumploris leben entweder einzelgängerisch oder in kleinen Familiengruppen, sie markieren ihr Territorium mit Urin.

Plumploris können einen Giftstoff produzieren, der mit Speichel vermischt, bei der Abwehr der Feinde hilft. Aus diesem Grund schleckt auch die Mutter ihr Jungtier ab, bevor sie es auf einem Ast legt, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Nahrung

Plumploris sind hauptäschlich Fleischfresser, die sich von Insekten, Vogeleiern und kleinen Wirbeltieren ernähren. Mit ihren bedächtigen Bewegungen schleichen sie sich an die Beute heran, um sie dann blitzartig einzufangen. Selten verzehren sie auch Früchte.

Fortpflanzung

Nach rund 190-tägiger Schwangerschaft bringt das Weibchen ein einzelnes Jungtier (selten Zwillinge) zur Welt. Das Neugeborene klammert sich an den Bauch der Mutter oder des Vaters, wird aber später zur Nahrungssuche auf einem Ast "geparkt". Nach rund neun Monaten werden sie entwöhnt. Die Lebenserwartung der Plumploris kann bis zu 14 Jahren betragen.

Plumploris und Menschen

Menschen in Südostasien verbinden eine Reihe von abergläubischen Vorstellungen mit den Plumploris: wenn das Fell auf eine Wunde gelegt wird, heile diese schneller und ein Schiff, das so ein Tier an Bord hat, gerate in keine Flaute. Plumploris sind noch relativ häufig, sie werden als gering gefährdet eingestuft.

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