Plattwürmer

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Plattwürmer
Systematik
Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Plattwurmartige (Platyzoa)
Stamm: Plattwürmer
Wissenschaftlicher Name
Plathelminthes
Klassen

Plattwürmer (Plathelminthes) sind einfache zweiseitig symmetrische, abgeplattete, wurmförmige, wirbellose Tiere. Die meisten Arten sind Parasiten, wobei es allerdings auch frei lebende, sich räuberisch ernährende Arten gibt. Egal ob Parasit oder Räuber; Plattwürmer sind in der Regel hervorragend an ihre Lebensweise angepasst.

Von den vier Klassen der Plathelminthes werden die Bandwürmer, die Saugwürmer und die Hakensaugwürmer auch zu dem Unterstamm der Neodermata gerechnet.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Plattwürmer im Allgemeinen sind von einem Hautmuskelschlauch umgeben, der die Stützfunktion des Körpers erfüllt. In diesem Schlauch befindet sich kein Hohlraum. Plattwürmer werden auch parenchymatöse Würmer genannt, weil sie ein Parenchym genanntes Füllgewebe zwischen Darm und Körperwand besitzen, in das sämtliche Organe eingelagert sind. Der Darm endet meistens blind, bei manchen Parasiten jedoch ist er völlig rückgebildet. Sie besitzen ein strangförmiges Nervensystem. Zwei an der Bauchseite liegende Nervenstränge verbinden sich vorn an der Kopfseite zu Nervenknoten. Letztendlich verfügen Plattwürmer weder über ein Blut- oder Kreislaufsystem noch über Organe für den Gasaustausch mit ihrer Umgebung.

Wie bereits erwähnt, ernähren sich Plattwürmer auf zwei Arten; einmal parasitärisch und einmal räuberisch.

Vorkommen

Die frei lebenden Arten trifft man häufig im Süßwasser und im Meer an Felsküsten und Riffen an.

Fortpflanzung

Die Plattwürmer sind Zwitter und pflanzen sich normaler weise geschlechtlich fort. Allerdings berichtete schon Morgan (1927-1933) von einer asexuellen Vermehrungsmöglichkeit durch Querteilung mit vorausgegangener Differenzierung (Paratomie) und einer Querterteilung ohne vorausgegangener Differenzierung (Architomie). Heute ist auch bei den Trematoda eine Klonierung durch die Parthenogenese (Jungfernzeugung) bekannt.

Schadwirkung

Durch den Umstand, dass viele Plattwürmer Parasiten sind, richten sie natürlich große Schäden an. Das kann auch für den Menschen ein Problem darstellen, weil Plattwürmer als Wirte meistens höher entwickelte Wirbeltiere, also Säugetiere bevorzugen, wozu auch der Mensch gehört.

Bedeutung für die Forschung

Für die besondere Bedeutung der Plattwürmer für die Forschung siehe Strudelwürmer!

Systematik

Innerhalb der Plattwürmer unterscheidet man vier Klassen mit etwa 35 Ordnungen, die ungefähr 20.000 Arten umfassen.

Siehe auch: Systematik des Tierreiches



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