Pier Paolo Vergerio

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Pier (auch: Pietro) Paolo Vergerio (* um 1498 in Capodistria; † 4. Oktober 1565 in Tübingen) war ein lutherischer Theologe italienischer Herkunft.

Vergerio wurde im damals zur Republik Venedig gehörenden Ort Capodistria (heute Koper in Slowenien) geboren. In Padova studierte er Jurisprudenz und begleitete 1530 den Legaten Campeggi nach Augsburg. Papst Paul III. sandte ihn 1535 abermals nach Deutschland, um die deutschen Fürsten zur Teilnahme an einem Konzil in Mantova zu bewegen. Dabei lernte er in Wittenberg persönlich Martin Luther kennen und studierte, nachdem er zuruckgekehrt war, dessen Schriften, um sie zu widerlegen. Seit 1536 Bischof in seiner Geburtsstadt, wurde er nach und nach ein überzeugter Anhänger des Protestantismus. 1548 erklärte er schließlich, durch das Schicksal von Francesco Spiera gewarnt, in einer Schrift seine Übereinstimmung mit der evangelischen Lehre. Daraufhin wurde er Pfarrer von Vicosoprano im Bergell und folgte 1553 einem Ruf des württembergischen Herzogs Christoph nach Tübingen, wo er mehrere Schriften gegen das Papsttum schrieb.

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Bild:Meyerskonvlexikon.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Der Wissensstand von damals kann inzwischen überholt sein. Wenn du sicher bist, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, und dies mit Quellen belegt ist, dann kann dieser Hinweis aus dem Artikel entfernt werden.




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