Pfingsten
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Pfingsten (von griech. pentekosté (heméra) "der fünfzigste (Tag)") bezeichnet das Fest am fünfzigsten Tag nach Ostern. Pfingsten folgt immer auch 10 Tage auf Christi Himmelfahrt. Das Pfingsfest entstand aus dem jüdischen Schawuot (Wochenfest). Als christliches Fest wird Pfingsten erstmals im Jahr 130 erwähnt. Seine theologischen Eckpfeiler sind die Entsendung des Heiligen Geistes, der die Dreifaltigkeit komplettiert, und die offizielle Gründung der Kirche.
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Pfingsten als gesellschaftlicher Festtag
Pfingsten ist in Deutschland traditionell ein eher volkstümlich als kirchlich geprägtes Fest. In vielen Regionen existieren Pfingstbräuche, so zum Beispiel das Pfingstbaumpflanzen in der Lüneburger Heide, in Mecklenburg das Schmücken des Pfingstochsen oder der Wäldchestag in Frankfurt am Main. Viele Jugendgruppen führen Pfingstzeltlager durch. Auf der Zitadelle in Mainz findet alljährlich das OpenOhr Festival mit Kabarett, Foren und Livekonzerten rund um ein "Thema" (2005 "Frauen") statt.
Der Pfingstmontag ist gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland forderten Wirtschaftsverbände 2005 seine Abschaffung. Sämtliche im Bundestag vertretenen Parteien mit Ausnahme der FDP sprachen sich ebenso wie die Kirchen und Gewerkschaften gegen diesen Vorschlag aus. In Frankreich ist der Versuch der Regierung Raffarin, ihn 2005 erstmals zum unbezahlten Feiertag zu machen, am Widerstand der Bevölkerung gescheitert. Ein Regierungssprecher äußerte sich so dazu, dass eine Überprüfung des Gesetzes vorgenommen werden müsse, ob es nach diesen Erfahrungen dabei bleiben könne. In Schweden wurde der Pfingstmontag als Feiertag im Jahre 2005 abgeschafft. Stattdessen ist ab demselben Jahr der 6. Juni schwedischer Nationalfeiertag, auch ein gesetzlicher und damit arbeitsfreier Feiertag. In Italien wurde der Pfingstmontag als gesetzlicher Feiertag vor einigen Jahren abgeschafft.
Pfingstdaten
Die (westkirchlichen) pfingstlichen Feiertage der nächsten Jahre
| Jahr | Pfingsten So. / Mo. |
| 2005 | 15. / 16. Mai |
| 2006 | 04. / 05. Juni |
| 2007 | 27. / 28. Mai |
| 2008 | 11. / 12. Mai |
| 2009 | 31. Mai / 1. Juni |
Literatur
- Christel Dhom: "Unser Frühjahrs- und Osterbuch : mit Kindern den Jahreslauf erleben von Fasching bis Pfingsten". Verl. Freies Geistesleben, Stuttgart 2004. 128 S. ISBN 3-7725-2025-1
- Kath. Bibelwerk (Hrsg.): "Gottes Volk : Bibel und Liturgie im Leben der Gemeinde." Verl. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 2005 (Teil: 5. Pfingsten bis 13. Sonntag im Jahreskreis) 2005. 120 S.ISBN 3-460-26635-X
- Maria Schwabe (Hrsg.): "Pfingsten statt Babel : Zur Mystik und Spiritualität im Weltsozialforum". Missionszentrale der Franziskaner, Bonn 2004.
- Joseph Ratzinger Komm, Heiliger Geist! - Pfingstpredigten ISBN 3879042993
Siehe auch
Weblinks
- EKD: An Pfingsten feiern die Kirchen Geburtstag
- EKHN: Infos zu Pfingsten (christliche Bedeutung, Symbole, Kindern erzählt)
- Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden
- katholische Kirche im Internet: Pfingsten
- katholische Kirche im Internet: das Sakrament der Firmung
- Pfingsten neu erleben
- Pfingsten-Info
- Themenseite: Pfingsten mit Bräuchen
- Pfingsten in der Slowakei
- Kirchlicher Feiertagskalender



