Pelargonium

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Pelargonien
Bild:Pelargonium flower.jpg
Systematik
Abteilung: Blütenpflanzen (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Storchschnabelartige (Geraniales)
Familie: Storchschnabelgewächse
(Geraniaceae)
Gattung: Pelargonien
Wissenschaftlicher Name
Pelargonium
L´Hérit. ex Ait.

Pelargonien (Pelargonium), umgangssprachlich auch als Geranien bezeichnet, sind eine Gattung der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Zu dieser Gattung zählen etwa 220 bis 280 Arten, von denen die meisten in Südafrika und Namibia, also der Capensis, wachsen. Die restlichen Arten kommen im tropischen Afrika, Vorderasien und Australien sowie auf einigen Inseln im Indischen Ozean vor.

Inhaltsverzeichnis

Beachte

Von der auch in der mitteleuropäischen Flora vertretenen Gattung der Storchschnäbel (Geranium) unterscheiden sich Pelargonien unter anderem durch den zygomorphen Blütenaufbau: Wilde Pelargonien-Arten besitzen zwei obere Blütenblätter, die sich durch eine andere Farbe oder Zeichnung von den drei unteren Blütenblättern abheben.

Beschreibung und Heimat

Die überwiegende Zahl der Pelargonium-Arten sind mehrjährige krautige Pflanzen, wobei viele im Alter eine ausgeprägte Verholzung des Stängels zeigen. Es kommen jedoch auch einjährige Arten vor. Zahlreiche Arten sind sukkulent und haben ober- oder unterirdsche Organe zur Wasserspeicherung. Besiedelt wird von Pelargonien eine Vielzahl von Lebensräumen: Gewässerränder genauso wie die trockene Namib-Wüste, felsige Berggipfel ebenso wie Küstendünen.

Die in Mitteleuropa als Balkonpflanzen kultivierten Pelargonien sind Hybriden verschiedener Wildarten aus dem Kapland, der Capensis, Südafrikas, vor allem von Pelargonium zonale und P. inquinans (stehende Geranien) und P. peltatum (Hängegeranien). Bild:HD Pelargonium Graveolens 02.jpg Bild:Geraniaceae.jpg

Sortiment

Aufgrund intensiver züchterischer Arbeit sind sechs bedeutende Gruppen von Pelargonien entstanden, die für den Blumenhandel von großer Bedeutung sind:

  • Pelargonium-Zonale-Hybriden, die nahezu kreisrunde Blätter aufweisen. Zu dieser Gruppe zählen die meisten aufrechtwachsenden Sorten.
  • Pelargonium-Peltatum-Hybriden, im gegensatz zu Zonale Hybriden mit glatten wachsartig überzogenen Blättern und halbhängendem bis hängendem Wuchs.
  • Edelpelargonien - die als Zimmerpflanzen kultivierten Edelpelargonien (auch Englische Geranien oder Regalpelargonien genannt) stammen vorwiegend von P. cucullatum und P. grandiflorum ab.
  • Unique-Pelargonien
  • Engelspelargonien
  • Duftpelargonie, zum Beispiel (P. odoratissimum), die zum Teil ebenfalls züchterischen Ursprungs sind. Es sind jedoch auch Wildarten in Kultur, am häufigsten P. graveolens, die "Zitronen-Geranie". In tropischen und subtropischen Gebieten werden einige Arten in großem Stil zur Produktion von Orangenöl angebaut.

Die Einfuhr der ersten südafrikanischen Pelargonien nach Europa fand bereits zu Anfang des 17. Jh. statt und sie waren fast 200 Jahre lang eine der wichtigsten Pflanzengruppen in den höfischen Orangerien - zum Teil beherbergten die Sammlungen viele Hundert Arten und Sorten. Heute gehören Geranien für den Zierpflanzenbau zu den wirtschaftlich bedeutendsten Kulturpflanzen.

Vielen Gartenfreunden sind vor allem die Pelargonien der Zonale- und Peltatum-Hybriden bekannt. Durch Züchtungsarbeit gibt es innerhalb dieser beiden Arten heute viele hundert Sorten, die sich in Blütenfarbe und Blattwerk unterscheiden. Somit gehören die Zonale-Hybriden sowie die Peltatum-Hybriden zu den wichtigsten gärtnerisch genutzten Pflanzen in der Gruppe der Beet- und Balkonpflanzen. In Hillscheid im Westerwald gibt es bei der Firma Pelargonien-Fischer (einem der größten Pelargonium-Züchter und Produzenten von Jungpflanzen weltweit) ein Pelargonien-Museum mit ca 170 Wildarten zu besichtigen.

Medizinische Nutzung

In neuerer Zeit spielt die Pelargonie auch in der Medizin eine Rolle; aus ihr wird das (das Immunsystem stärkende) Medikament Umckaloabo aus den Arten (P. reniforme und P. sidoides) hergestellt.

Ätherisches Geranium-Öl

Aus den unzähligen Duftgeraniensorten werden auch ätherische Öle destilliert, welche Sorte das ätherische Öl ausmacht, klärt die genaue botanische Definition. Die unterschiedlichen Sorten haben auch eine unterschiedliche chemische Ausrichtung und damit auch unterschiedliche Wirkweise auf Körper, Seele und Geist. Gewonnen werden die ätherischen Öle durch Wasserdampf-Destillation der Blätter. Die Rosengeranie (P. graveolens) ist mit ihrem rosenähnlichen Duft, die bekannteste Sorte.

Weblink

Bild:Commons-logo.svg WikiCommons: Pelargonium – Bilder, Videos oder Audiodateien


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