Parasitologie
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Die Parasitologie ist heute ein Teilgebiet der Ökologie, das sich mit den Lebens- und Umweltverhältnissen von Parasiten und ihren Wirten, aber auch mit Bekämpfungs- und Ausrottungsmaßnahmen befasst.
Hierbei bedient sie sich vieler Disziplinen, von Ökologie bis zur Verhaltensbiologie. Eine wichtige Rolle spielt die Medizin, da viele parasitische Lebensformen Krankheitserreger bei Mensch und Tier sind. Hierbei ist auch die begriffliche Abgrenzung zwischen Parasit und Mikroorganismus als Krankheitserreger häufig schwierig.
Biologie
Die molekulare Parasitologie kümmert etwa um die Wechselwirkungen zwischen Parasiten und dem Wirt auf molekularem Bereich. Viele Lebewesen sind in ihrer Entwicklung ganz oder teilweise parasitisch, und auch in der Evolutionsbiologie spielen parasitische Vorgänge eine Rolle (Endosymbiontenhypothese).
Medizin
Als medizinische Parasitologie beschäftigt sie sich auch mit den parasitären Erkrankungen, deren Prophylaxe, Diagnostik und Therapie. Dazu zählen neben Ektoparasiten wie Flöhen, Läusen und Milben auch Wurminfektionen und Infektionen durch Protozoen.
Entwicklungszusammenarbeit
Da parasitäre Erkrankungen wie Malaria und Wurminfektionen in Entwicklungsländern eine verheerende Rolle spielen - völlig im Gegensatz zu Industrieländern - versuchen Parasitologen, die idealen Lebensbedingungen von Parasiten möglichst gut zu kennen, um dann auf möglichst effizientem Weg Infektionen zu vermeiden.
Praktische Anwendungen aus dieser Forschung betreffen zum Beispiel den Bau von geeigneten Unterkünften, die für Malaria-Mücken nicht einladend sind (etwa eine Feuerstelle im Haus - der Rauch vertreibt die Mücken) oder Schulung von Dorfangehörigen.



