Pachinko
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Bild:PachinkoPlayers.jpg Bild:Pachinko gampling hall.jpg Pachinko (jap. パチンコ) ist eine Mischung aus Geldspielautomat und senkrechtem Flipper, die in Japan sehr populär ist.
Da in J
Der Spieler kauft eine Anzahl (üblicherweise hunderte oder gar tausende) kleine Metallkugeln, füllt diese oben in das Gerät und kann dann nur noch zusehen und mit einem Hebel bestimmen, wie schnell diese auf das Spielfeld geschossen werden. Der Strom der Kugeln fällt durch ein Labyrinth aus Stiften, Kanälen und Klappen nach unten. Die meisten Kugeln verschwinden als Nieten, aber immer wieder fällt auch eine in eines der Speziallöcher, was eine der folgenden Wirkungen hat:
- Es wird eine bestimmte Menge an neuen Kugeln ausgegeben
- Das Labyrinth wird für eine kurze Zeit umkonfiguriert, so dass sich größere Gewinnmöglichkeiten auftun
- Es wird der in der Mitte des Spiel eingebaute, einem Geldspielautomaten ähnelnde Mechanismus ausgelöst, der dann einen unterschiedlich großen Gewinn (in Form neuer Kugeln) ausschüttet
Pachinko-Automaten funktionierten anfangs rein elektromechanisch und hatten keinen Geldspielautomaten-Teil. Letzterer kann dann zuerst ebenfalls in Form des klassischen Drei-Rollen-Systems dazu, wird aber heutzutage durch massiven Einsatz von Computertechnik immer komplexer und dominiert das Spielgeschehen geradezu. Statt mechanischer Anzeigen herrschen LCDs vor, auf denen mit Maskottchen und verschiedensten Symbolen teilweise richtige kleine Geschichten erzählt werden, die mit Erfolg (Gewinn) oder Niederlage enden.
Da in Japan ein allgemeines Geldspielverbot besteht, gibt es keine Geldpreise. Der Gewinn, der ja nur aus weiteren Metallkügelchen besteht, kann lediglich in Sachpreise wie Feuerzeuge oder Parfümfläschchen eingetauscht werden. Jedoch gibt es bei sehr vielen Pachinko-Spielhallen in der Nähe einen Laden, wo bestimmte Sachpreise wiederum in Bargeld umgesetzt werden können, eine legale Grauzone, die oft mit der Yakuza in Verbindung gebracht wird. Alternativ (und in manchen, um ein sauberes Image bemühten Spielhallen, ausschließlich) können die Spielkugeln in eine Art „Kugelbank“ eingezahlt und später für eine Fortsetzung des Spiels wieder „abgehoben“ werden.
Pachinko-Spielhallen mit dutzenden oder hunderten von Automaten finden sich heute überall in Japan. Die Hallen sind bunt, ziemlich verraucht, und durch das Gerassel der vielen Kügelchen sowie die Ansagen großer Gewinne oder Sonderaktionen durch Angestellte sehr laut. Pachinko wird von Männern und Frauen gleichermaßen gespielt, und es gibt sogar eigene Manga-Magazine, die sich ausschließlich mit Pachinko befassen.
Kritik
Immer mehr Japaner verspielen regelmäßig große Summen in den Pachinko-Hallen. Manche haben sich dafür hoch verschuldet und vernachlässigen ihre Familie und ihren Beruf.
In letzter Zeit wird zunehmend berichtet, dass Kleinkinder, die von ihrer spielsüchtigen Mutter im Auto auf dem Parkplatz vor Pachinko-Hallen zurückgelassen wurden, umgekommen sind. In den letzten Jahren sind allein 18 Kinder durch Hitzschlag ums Leben gekommen. Ein Kind soll auf dem Parkplatz, auf dem es zurückgelassen wurde, überfahren worden sein. Seit diesen schlagzeilenträchtigen Vorfällen gibt es auf einigen der betroffenen Parkplätze regelmäßige Patrouillen.
Siehe auch
Weblinks
- How to play Pachinko (Engl.)
- Pachinko online spielen (Engl.)
- Mangajin Magazine: Pachinko – Japan's National Pastime (Engl.)
- ZDF-Reportage: Spielsucht in Japan – Eine Nation im Pachinko-Rausch



