Overkill

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Der englische Begriff Overkill (wörtlich übermorden) bezeichnet die Fähigkeit einen Gegner mehr als einmal vernichten zu können. Der Begriff entstand im kalten Krieg und sollte die Sinnlosigkeit des atomaren Wettrüstens zwischen den USA und der Sowjetunion illustrieren. Die Overkill-Kapazität war das Maß dafür, wie oft der Gegner vernichtet werden konnte.

Der Overkill war ein wichtiger Bestandteil der Mutual assured destruction, weil nach der Zerstörung eines großen Teiles der eigenen Atomwaffen der verbleibende kleinere Rest noch zur völligen Zerstörung des Angreifers ausreichen sollte.

Der Begriff wird auch häufig als Synonym für mit Kanonen auf Spatzen schießen verwendet.


In der Kriminalität bedeutet "overkill": Der Mensch ist längst tot, doch der Täter schlägt weiter auf sein Opfer ein oder begeht weitere Handlungen, die -obwohl das Opfer bereits verstorben ist- ebenfalls todesursächlich sein würden.Solche Details können Aufschluss über das Tatmotiv geben, das wiederum Teil des Täterprofils ist. Diese Entscheidungen können wie ein Code gelesen werden, als Schlüssel zur Psyche des Täters.



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