Ost-Berlin

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Als Ost-Berlin bezeichnete man den sowjetischen Sektor Berlins, der nach dem Zweiten Weltkrieg gebildet wurde, als die Stadt in vier Sektoren eingeteilt wurde, in Abgrenzung zu West-Berlin, dem Gebiet der übrigen drei Sektoren.

1948 wurden beide Teile Berlins formell getrennt (Teilung Berlins), als die Sowjetunion die Wahl des damaligen Oberbürgermeisters Ernst Reuter nicht akzeptierte und einen eigenen Oberbürgermeister einsetzte. Nach der Gründung der DDR, deren Hauptstadt gemäß Art. 2 der Verfassung vom 7. Oktober 1949 Berlin (faktisch Ost-Berlin) wurde, wurde dort die Eigenbezeichnung Berlin, Hauptstadt der DDR, Berlin (Hauptstadt der DDR) oder einfach nur Berlin verwendet. In Literaturlisten ist als Verlagsort Berlin (DDR) gebräuchlich. Die Bundesrepublik Deutschland verwendete den Begriff Ost-Berlin oder Berlin (Ost). Während Ost-Berlin also von der DDR-Führung als eigenständige und vollständige Stadt angesehen wurde, erkannte die Bundesregierung weder die DDR als souveränen Staat noch Ost-Berlin als dessen Teil oder gar Hauptstadt an, da sowohl die Wahl Berlins zur Hauptstadt als auch das Stationieren deutscher Waffen auf Berliner Gebiet gegen Alliiertes Recht verstieß.

Die amerikanischen, britischen und französischen Sektoren hingegen bezeichnete man zusammen als West-Berlin. Der Westteil der Stadt hieß in der DDR offiziell "Westberlin". Nach Bildung der Bundesrepublik Deutschland 1949 wurde Berlin (West), so die von da an offizielle Bezeichnung, von der Bundesrepublik als eigenes Bundesland betrachtet (mit eingeschränkter Souveränität durch den Alliiertenvorbehalt), während West-Berlin ab 1949 von der Deutschen Demokratischen Republik als Selbständige politische Einheit Westberlin bezeichnet wurde.

Mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten 1990 wurden auch die beiden Stadtgebiete wieder vereinigt und bilden gemeinsam das Bundesland Berlin.

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Ost-Berliner Bezirke

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Sehenswürdigkeiten

Der Mittelpunkt der Hauptstadt der DDR war der Alexanderplatz nördlich des gleichnamigen Bahnhofs und der 365 m hohe Fernsehturm südlich davon. In der näheren Umgebung befanden sich einige der bekanntesten Geschäfte, Restaurants und Hotels des Landes. Auf dem noch heute von der sozialistischen Bauweise stark beeinflussten Platz befindet sich noch immer die Weltzeituhr. Ost-Berlin war auch das alleinige politische Zentrum der sowjetischen Besatzungsmacht und der DDR. Hier befand sich der Palast der Republik, in dem sich mehrere Cafés, Restaurants und Bars sowie ein großer Saal befand, der für Veranstaltungen, Fernsehübertragungen und auch für die Sitzungen der Volkskammer genutzt wurde. Das Brandenburger Tor markierte die Grenze zwischen Ost-Berlin und West-Berlin und damit die Grenze zwischen den Staaten des Warschauer Paktes und den westlichen Staaten. Es war bis zur Wiedervereinigung Deutschlands Symbol des Kalten Krieges und erhielt nach 1990 die Symbolik der Wiedervereinigung Deutschlands und Europas.

Siehe auch

DDR, West-Berlin, Viersektorenstadt, Berlin-Ultimatum, DDR-Sprache

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