Okkultismus
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Okkultismus (v. lat.: occultus = verborgen, geheim) ist ein Teilbereich der Esoterik. Es ist ein Sammelbegriff für die Beschäftigung mit und den Glauben an Theorien, Praktiken und Rituale, die sich auf die Existenz und Wirkung transzendenter Kräfte beziehen. In der westlichen Kultur bezeichnet der Begriff Okkultismus die Beschäftigung mit Geheimwissen oder verborgenem Wissen und ist der tradierte Ausdruck für den Sammelbegriff der heutigen Esoterik. Er bezieht sich jedoch heutzutage im allgemeinen auf westliche Schulen und Traditionen und ist somit nur ein Teil der Esoterik.
Das Praktizieren von Okkultismus geht oft einher mit einer erwachenden Spiritualität und dem daraus resultierenden Interesse an esoterischem Wissen. Von der Naturwissenschaft werden die behaupteten Wirkweisen zumeist als Illusion bezeichnet oder ins Reich der Autosuggestion und der Psychologie verwiesen.
Je nach Zielrichtung ihrer Anwendung kann eine okkultistische Praktik als weißmagisch oder schwarzmagisch eingestuft werden In ersterem Fall wird angenommen, die Verbindung zur Beseeltheit der Natur für positive und altruistische Zwecke zu gebrauchen. Als schwarzmagisch wird sie bezeichnet, wenn eine bewusste oder unbewusste Schädigungsabsicht gegenüber sich selbst oder anderen besteht - der Versuch, egoistische Ziele zu erreichen.
Darüber hinausgehend gibt es auch noch die Unterscheidung der häufig als Pfad der rechten Hand bzw. Pfad zur linken Hand bezeichneten geistigen Ausrichtung.
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Geschichte und Personen
Als Blütezeit des Okkulten in der Neuzeit kann der Anfang des 20. Jahrhunderts gelten. In den 1920er Jahren wurden in Deutschland sogenannte okkulte Logen gegründet.
Eine berühmt-berüchtigte Figur des Okkultismus des 20. Jahrhunderts ist der Brite Aleister Crowley, jedoch gehören auch Personen wie Arthur Edward Waite, Dion Fortune, Gareth Knight und Israel Regardie dazu.
Einige Formen
- Blick in die Zukunft
- Kontakt mit dem Jenseits
- Spiritismus, Kontakt mit Geistern (z.B. Gläserrücken, Geisterbeschwörung)
- Übernatürliche Kräfte
- Okkulter Glaube
Philosophische Kritik
Die Neigung zum Okkultismus ist ein Symptom der Rückbildung des Bewußtseins. Es hat die Kraft verloren, das Unbedingte zu denken und das Bedingte zu ertragen. Anstatt beides, nach Einheit und Differenz, in der Arbeit des Begriffs zu bestimmen, vermischt es beides unterschiedslos. Das Unbedingte wird zum Faktum, das Bedingte unmittelbar wesenhaft. (Theodor W. Adorno)
Literatur
- Gareth Knight: Das Okkulte - eine Einführung. Hamburg 2004, ISBN 3-937392-08-4 (hervorragender historischer Überblick inkl. okkultem Stichwortregister)
- Ralph Tegtmaier: Magie und Sternenzauber. Okkultismus im Abendland, Köln 1995, ISBN 3-7701-2666-1
- Wolfgang Hund: Falsche Geister - Echte SchwindlerWürzburg: Echter, 2000, ISBN 3-4290-2259-2
- Eberhard Bauer, Michael Schetsche (Hrsg.): Alltägliche Wunder. Erfahrungen mit dem Übersinnlichen – wissenschaftliche Befunde, 2003, Würzburg: Ergon ISBN 3-89913-311-0
- Hansjörg Hemminger: Geister, Hexen, Halloween. Esoterik und Okkultismus im Alltag. Ein Ratgeber für Eltern, 2002, ISBN 3-7655-1276-1
- Johannes Mischo: Okkultismus bei Jugendlichen. Grünewald-Verlag, 1991, ISBN 3786715254
Siehe auch
Weblinks
| Bild:Wiktionary-logo-en.png | Wiktionary: Okkultismus – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
- Evangelische Informationsstelle (CH) (christliche Information zum Okkultismus)
- GWUP-Themeineintrag Okkultismus
- Okkultismus (Lexikon der christlichen Moral)
- Okkultismus aus katholischer Sicht (eine Stellungnahme der Karl-Leisner-Jugend)
- Okkultismus aus Sicht der Seelsorge
- Kleines Lexikon des Okkultismus
- Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene



