Organisation for Economic Co-operation and Development

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(Weitergeleitet von OEEC)

Bild:OECD-memberstates.png Die OECD ist eine internationale, strikt intergovernmentale Organisation. Die Abkürzung OECD steht für Organisation for Economic Co-operation and Development (englisch) und heißt auf deutsch "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung". Sie hat ihren Sitz in Paris.

Inhaltsverzeichnis

Funktion

Die OECD wird auch als die Organisation der Staaten der Ersten Welt bezeichnet. Fast alle der 30 Staaten sind Industrieländer. (Stand 01/2005)

Satzungsgemäße Ziele der OECD sind

  • zu einer optimalen Wirtschaftsentwicklung und einem steigenden Lebensstandard in ihren Mitgliedstaaten beizutragen,
  • in ihren Mitgliedsländern und den Entwicklungsländern das Wirtschaftswachstum zu fördern,
  • eine Ausweitung des Welthandels zu begünstigen.

Diese sehr allgemeine Zielsetzung erlaubt es ihr, sehr flexibel auf neue Fragen zu reagieren.

Aufbau und Entscheidungsfindung

Die OECD ist keine supranationale Organisation, sondern hat eher den Charakter einer permanent tagenden Konferenz. Die Organisation ist strikt intergouvernmental verfasst, ihre Beschlüsse sind nicht bindend. An ihrer Spitze steht der Rat, der in relativ kurzen Abständen tagt und in dem alle Mitglieder mit ihrem ständigen Vertreter vertreten sind. In der Regel einmal pro Jahr tagt der Rat auf Ministerebene. Alle Entscheidungen und Empfehlungen bedürfen der Einstimmigkeit, jedoch besteht die Möglichkeit der Enthaltung; macht ein Land von dieser Möglichkeit Gebrauch, muss es die betreffende Empfehlung nicht anwenden. Die praktische Arbeit findet in Fachausschüssen und Arbeitsgruppen statt, in denen neben Regierungsvertretern auch unabhängige Experten vertreten sein können, die jedoch lediglich eine beratende Funktion einnehmen.

Die organisatorische Leitung der OECD obliegt dem Sekretariat, dem ein auf fünf Jahre gewählter Generalsekretär vorsteht. Er wird vertreten und unterstützt durch vier Vize-Generalsekretäre. Darunter gibt es 11 nach fachlichen Kriterien gegliedert Direktorate mit je einem Direktor an der Spitze.

Seit 1996 ist der Kanadier Donald J. Johnston amtierender Generalsekretär. Insgesamt verstehen sich Sekretariat und Direktorate in erster Linie als Think Tank, die Probleme frühzeitig erkennen und Lösungsmöglichkeiten zur Diskussion stellen. Große Verdienste hat sich die OECD durch ihre Arbeiten im statistischen Bereich und als Forum für den Erfahrungsaustausch erworben.

Geschichte

Als Vorläuferorganisation der OECD wurde am 16. April 1948 von 18 europäischen Ländern die Organisation for European Economic Co-operation (OEEC) gegründet, um ein gemeinsames Konzept zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zur Zusammenarbeit zu erarbeiten und umzusetzen. Primäres Ziel war es, die europäischen Länder in den Entscheidungsprozess über die Verwendung der Gelder aus dem European Recovery Program (ERP - "Marshall-Plan") einzubinden.

Die OEEC wurde im September 1961 in die OECD überführt.

Mitgliedsstaaten

in Europa

außerhalb Europas

Spezielle Institutionen der OECD

  • CERI Centre for Educational Research and Innovation
  • DEV Development Centre
  • ECMT European Conference of Ministers of Transport
  • IEA International Energy Agency
  • NEA Nuclear Energy Agency
  • SAH Sahel and West Africa Club
  • SIGMA Support for Improvement in Governance and Management in Central and Eastern European Countries

OECD-Studien

  • Regelmäßige Länderberichte zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Mitgliedsländern
  • Wirtschaftsausblick für die OECD-Länder (2x jährlich)
  • Employment Outlook (jährlich)
  • Science and Technology Outlook
  • PISA-Studie

Siehe auch

Weblinks




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