Neunaugen
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| Neunaugen | ||||||||||||||
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| Bild:Flussneunauge.jpg | ||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Petromyzontiformes | ||||||||||||||
| Gattungen | ||||||||||||||
Neunaugen (Petromyzontidae) sind fischähnliche, stammesgeschichtlich sehr primitive Vertreter der Wirbeltiere (Vertebrata) mit aalartigen, langgestrecktem Körper, der mit flossenartigem Rücken- und Schwanzsaum besetzt ist.
Sie haben keine Kiefer, das rundliche Maul ist mit Hornzähnen ausgestattet und als Saugmaul ausgebildet. Neunaugen haben zwei Augen. Der Name Neunauge geht auf eine falsche historische Beschreibung zurück, wonach der Beobachter neben dem eigentlichen Auge auch die Nasenöffnung und die sieben seitlichen Kiemenspalten als Augen ansah.
Neunaugen laichen im Oberlauf von Bächen und Flüssen. Sie benötigen hierfür kiesige Substrate, die von kühlem, sauerstoffreichem Wasser durchströmt werden (daher kommen sie in den Tropen nicht vor). Nach dem Schlüpfen vergraben sich die noch augenlosen Larven ("Querder") in sandigen Abschnitten der Gewässersohle. Der Kopf bleibt frei und fischt feine Nahrungspartikel (Plankton) aus dem Wasser.
Nach einer recht radikalen Umwandlung des Körperbaus zum erwachsenen Tier, welche meist nach 5-7 Jahren erfolgt, wandern die meisten Arten (Meerneunauge und Flussneunauge) in das Meer, wo sie bis zu 18 Monate als Parasiten leben, gewöhnlich nahe der Küste. Ihre Beutetiere sind Fische, an denen sie sich festsaugen, Blut trinken und Fleischstücke herausraspeln. Größere, gesunde Fische überleben solche Angriffe meist und behalten nur typische kreisförmige Narben zurück, aber kleinere Arten, Jungtiere und kranke Fische können daran sterben. Nach einigen Jahren steigen sie wiederum bis in den Oberlauf eines Fließgewässers auf, um zu laichen. Anschließend sterben die Tiere ab.
Im Unterschied zum vorgesagten wandert das Bachneunauge nicht ins Meer. Die Tiere bleiben in der Nähe der Stelle, an der sie die Larvenzeit verbrachten, und laichen hier auch wieder ab.
Weitere, nur im Süßwasser vorkommende Neunaugen sind das donauendemische Donaubachneunauge (Eudontomyzon vladykovi) und das ebenso nur im Einzugsgebiet der Donau vorkommende Ukrainische Bachneunauge (Eudontomyzon mariae).
Siehe auch: Lamprete



