Narmada
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Die Narmada oder Nerbudda (Hindi, f., नर्मदा, narmadā, [nʌɽmʌdɑː]) ist einer der heiligen Flüsse Indiens. Er fließt von Zentralindien in westlicher Richtung und mündet in das Arabische Meer. Seine Länge beträgt 1.289 km.
Die Narmada entspringt im Norden des Bundesstaates Madhya Pradesh auf dem Gipfel des Amarkantak, windet sich auf den ersten 200 m ihres Laufes zwischen den Hügeln des Mandla-Hochlandes, die den Beginn des Satpuragebirges bilden, fließt bei Jabalpur durch schön anzusehende marmorne Felsen (Bheraghat), die den Flusslauf der Narmada einkeilen, dann durch das vom Vindhja- und Satpuragebirge gebildete Tal in südwestliche Richtung. Die etwa 20 km langen Trichtermündung liegt nördlich von Surat im Golf von Cambay am Arabischen Meer.
Das Einzugsgebiet umfasst die nördlichen Abhänge des Satpura-Gebirges, nicht aber jene des Vindhyan-Hochlandes, dessen Gewässer in die Flüsse Ganges und Jumna fließen. Der längste Nebenfluss ist der Tawa. Zusammen mit dem Vindhya-Gebirge bildet die Narmada eine Art Grenze zwischen dem nördlichen Indien (insbesondere die Gangesebene) und dem südlichen Indien (Dekkan). Der Fluss wird nicht nur zur Bewässerung verwendet, sondern auch zur Schifffahrt. In den Regenzeiten können auch größere Schiffe in bestimmten Gebieten mitunter den Fluss befahren.
Die Narmada wird nach dem Ganges als heiligster Fluss Indiens angesehen. Aus diesem Grund befinden sich an seinem Lauf viele Pilgerstätten, beispielsweise Maheshwar in Madhja Pradesh. Als besonders fromme Wallfahrt gilt, von der Quelle bis zur Mündung und anschließend auf der anderen Flussseite zurück zu pilgern. Diese Pilgerreise kann bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen.
Im Unterlauf des Flusses ist seit 1985 ein großer Staudamm mit Wasserkraftwerk (1.200 MW) im Bau, der zum stark umstrittenen Sardar-Sarovar-Bewässerungsprojekt gehört. Gegner dieses Projekts formten die Bewegung 'Narmada Bachao Andolan' (Rettet-die-Narmada-Bewegung) unter der Führung von Medha Patkar. Auch die indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat sich als ausgesprochene Gegnerin des Projekts hervorgetan. Im Jahr 1999 wurden die Anliegen der Bewegung durch ein Urteil des obersten Gerichtshofs allerdings enttäuscht.



