Mulchen
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Als Mulchen bezeichnet man eine spezielle Technik im Garten, bei der der bloße Boden zwischen Gemüsepflanzen, Blumen oder Sträuchern mit organischem Material wie etwa Rasenschnitt, Comfrey- oder Beinwellblättern oder anderen Gartenabfällen bedeckt wird.
In Staudenbeeten und unter Sträuchern setzt man auch Rindenmulch aus zerkleinerter Baumrinde ein.
Bei Hitze werden damit die Wurzeln kühl gehalten, der Feuchtigkeitsverlust des Bodens vermindert und Unkrautwuchs gebremst. Bei starken Regen wird durch die Mulchschicht die Verschlämmung des Bodens verhindert. Gleichzeitig wirkt die Mulchschicht nach und nach wie ein organischer Dünger. Regenwürmer bringen das Mulchmaterial in tiefere Bodenschichten ein und wandeln es in wertvolle Pflanzennahrung um.
Mulchen ist eine wichtige Technik im Rahmen der Reihenmischkultur sowie der Permakultur.
Nachteilig am Mulchen ist, dass durch die organischen Gartenabfälle auch Schneckenbefall begünstigt werden kann.
Abweichend von obenstehender Definition bedeutet Mulchen auch das Abmähen mit gleichzeitigem Zerkleinern des "Mulchgutes". Dazu werden Sichel- oder Schlegelmulchgeräte verwendet, die es in verschiedener Ausführung zum Front-, Zwischenachs- und Heck-Anbau für Traktoren oder auch Einachs-Schlepper gibt. Vorteil gegenüber dem Mähen ist, dass auch gröbere und verholzte Pflanzen damit abgeschlegelt und zerkleinert werden können. Das Mulchgut bleibt - möglichst fein zerteilt - auf der Fläche liegen und verrottet dort wesentlich schneller als langstieliges Mahdgut.
Voraussetzung für den Erhalt von landwirtschaftlichen EU-Subventionen ist ab 2005, dass aus der Nutzung gefallene Acker- und Gründlandflächen vom Subventionsempfänger (landwirtschaftlicher Betrieb) durch Mulchen (bei Grünland auch Mähen mit Abräumen alle zwei Jahre) offen gehalten werden.
Literatur
- Kurt Kretschmann, Rudolf Behm: Mulch total, OLV Organischer Landbau Verlag, März 2003, ISBN 3-922201-18-0



