Mukden-Zwischenfall

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Der Mandschurische oder Mukden-Zwischenfall war der Auslöser der Mandschurei-Krise zwischen Japan und China.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Japan hatte nach dem ersten japanisch-chinesischen Krieg Korea als Einflussbereich gewonnen und interessierte sich für die Rohstoffvorkommen aus der Mandschurei. Bis zum Jahr 1900 besetzte jedoch Russland die Mandschurei. Es kam zu immer größeren Spannungen zwischen Russland und Japan, die, nachdem 1903 der japanische Botschafter einen Rückzug der russischen Truppen aus der Mandschurei und die Anerkennung der japanischen Interessen in Korea gefordert hatte, 1904 im russisch-japanischen Krieg endeten. Japan konnte den Krieg für sich entscheiden und Russland musste die Mandschurei räumen, die wieder an China zurückgegeben wurde.

Japan sicherte sich jedoch großen Einfluss und baute die Südmandschurische Eisenbahn, um Rohstoffe aus der Mandschurei nach Korea bringen und von dort nach Japan verschiffen zu können. Die Eisenbahn wurde von der japanischen Guandong-Armee beschützt. Doch nach der Weltwirtschaftskrise sahen viele Militärs eine Lösung der Probleme in einer weiteren Expansion in Richtung Mandschurei.

Verlauf

Am 18. September 1931 inszeniert die japanische Armee bei der Stadt Mukden (奉天) einen Sprengstoff-Anschlag auf die Südmandschurische Eisenbahn. Für den Anschlag wurden die Chinesen verantwortlich gemacht, dies diente als Vorwand für militärische Operationen.

Die japanischen Truppen besetzen daraufhin die Mandschurei und riefen dort 1932 den Staat Mandschukuo aus. Im japanischen Parlament wurde das Vorgehen kritisch betrachtet, aber einige Kritiker wurden ermodet oder ihre Stimmen unterdrückt.

Einer der mutmaßlichen Planer des Anschlags war der Spion und spätere Kommandeur der 14. Division der Guandong-Armee, Doihara Kenji.

Bewertung

Der Zwischenfall und seine Folgen wurden im Auftrag des Völkerbundes von der sogenannten Lytton-Kommission untersucht (so benannt nach ihrem Vorsitzenden, Lord Victor Alexander George Robert Bulwer-Lytton).

Von einigen Historikern wird der Zwischenfall mit dem Reichstagsbrand verglichen. Im Yasukuni-Schrein werden als Täter immer noch die chinesischen Truppen angegeben.

Verschiedenes

In dem Tim und Struppi-Comic Der Blaue Lotus wird der Zwischenfall aufgegriffen.

Siehe auch

Weblinks

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