Mordwinen

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Die Mordwinen (auch Mordva) sind ein Volk von 1.072.900 Menschen (Volkszählung 1989) der finno-ugrischen Sprachgruppe in Russland, v.a. in der autonomen Republik Mordwinien (Mordowien). Sie gehören zu den Wolga-Finnen.

Die zwei Gruppen der Mokscha-Mordwinen und der Ersja-Mordwinen sprechen eigene, untereinander nicht verständliche, Sprachen: das Mokschanische und das Ersjanische. Beide Gruppen verwenden jedoch die kyrillische Schrift. Viele Mordwinen sind zweisprachig mit Russisch oder Tatarisch.

Innerhalb der Republik Mordowien leben nur etwa ein Drittel der Mordwinen. Der Rest verteilt sich auf Samara (Volkszählung 1989: 116 475), Pensa (86 370), Orenburg (68 879), Simbirsk (61 061), Nischni Nowgorod (36 709), Saratow (23 381), Republik Baschkortostan (31 932), Republik Tatarstan (28 859) und Republik Tschuwaschien (18 686).

Die Mehrzahl der Morwinen sind russisch-orthodoxe Christen.

Geschichte und Politik

Im 6. Jahrhundert werden sie erstmal vom gotischen Historiker Jordanes als Mordens erwähnt (siehe auch: Ermanarich). Die christliche Missionierung dauerte vom 16. Jahrhundert bis in das 18. Jahrhundert an. 1930 erhielten sie innerhalb der Sowjetunion Autonomie.

Siehe auch: Mordwinische Sprache



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