Monschau
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen fehlt.jpg Wappenabbildung auf ngw.nl | Bild:Lage der Stadt Monschau in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Aachen |
| Geografische Lage: | Koordinate: 50° 33' N, 6° 15' O50° 33' N, 6° 15' O |
| Höhe: | 517 m ü. NN |
| Fläche: | 94,620 km² (31. Dezember 2003) |
| Einwohner: | 13.042 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 138 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 52156 |
| Vorwahl: | 02472 |
| Kfz-Kennzeichen: | AC |
| Gemeindeschlüssel: | 05354020 |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Laufenstraße 84 52156 Monschau |
| Offizielle Website: | www.monschau.de |
| E-Mail-Adresse: | info@monschau.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Theo Steinröx (CDU) |
Monschau ist eine Stadt in der Eifel. Sie liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Aachen. Die Stadt liegt zwischen den Berghängen des Naturparks Hohes Venn – Eifel, genauer, der Rureifel, die ihren Namen von dem Flüsschen Rur trägt, das auch Monschau selber in tiefer, gemauerter Einfassung, aber naturbelassenem Bachbett, durchzieht. Sehenswert ist vor allem das „Rote Haus“, der ehemalige Stammsitz der Textilindustriellen-Familie Scheibler (vergleiche Łódź, dort Karl Scheibler).
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Nachbarorte sind Simmerath, Schleiden, Hellenthal, Roetgen und das belgische Eupen.
Geschichte
1198 wird der Name Monschau beziehungsweise Montjoie zum ersten Mal erwähnt.
Vermutlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die Monschauer Burg errichtet und im darauffolgenden Jahrhundert weiter ausgebaut. Sie liegt über dem Rurtal, dort wo der Laufenbach in die Rur mündet. Heute befindet sich in der renovierten Burg die ältere der beiden Jugendherbergen Monschaus.
1352 bekam Montjoie Stadtrechte.
Im Jahre 1918 wurde durch kaiserlichen Erlass der Name Montjoie in Monschau geändert.
Bis in das 19. Jahrhundert hinein dominierte hier die Tuchindustrie, deren Anfänge bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen und die ihre Blütezeit im 18. Jahrhundert erlebte.
Von 1815 bis 1972 war Monschau Kreisstadt vom Kreis Monschau.
Touristik
Monschau, das sich seit 1996 Luftkurort nennen darf, zieht ob seiner außergewöhnlichen, pittoresken Verwinkeltheit vor allem in den warmen Monaten beachtliche Touristenströme an. Inmitten der mittelalterlichen Stadtanlage, die vom Flüsschen Rur durchzogen wird, dominieren schieferverkleidete Häuser und Fachwerkbauten, mit Cafés, Gaststätten oder Kunsthandwerks- und Souvenirläden. Die Autolawine der Besucher wird zum Glück vor der Innenstadt gestoppt; vier großzügige Parkplätze sind um den Stadtkern herum angelegt, der in maximal fünf Minuten zu Fuß oder mit der so genannten "Stadtbahn", einem als gelbe Lokomotive verkleideten Auto mit angehängten Waggons, erreichbar ist. Aufgrund der großen Nähe zu Belgien sind viele Hinweis- und Werbeschilder dreisprachig gehalten.
Hauptattraktionen im Monschauer Jahr sind die Monschau Klassik auf der Monschauer Burg, Happy Halloween Ende Oktober, Monschau Halali - ein großes Fest rund um Jagd und Naturschutz im November, sowie der Monschauer Weihnachtsmarkt, der alljährlich von zehntausenden Gästen besucht wird.
Verkehr
Die Stadt ist mit regionalen Buslinien mit Aachen und Eupen verbunden und gehört dem Aachener Verkehrsverbund an. Die ehemals bedeutende Vennbahn und mit ihr der Monschauer Bahnhof haben verkehrstechnisch nur noch eine historische Bedeutung.
Stadtgliederung
Seit 1972 besteht die Stadt Monschau aus den Ortsteilen Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg, Konzen, Mützenich, Rohren, Widdau sowie Monschau selbst.
Ortsteil Höfen
2067 Einwohner (31. Dezember 2004) Charakteristisch für den Ortsteil Höfen sind die haushohen Weißbuchenhecken. Höfen liegt eifeltypisch auf der Höhe. Die bis zu 10 m hohen Hecken schützen vor den heftigen Winden und verhindern so im Winter das Auskühlen des dahinter liegenden Hauses. Buchenhecken verlieren ihr welkes Laub erst im Frühjahr, mit dem Neuaustrieb.
Ortsteil Imgenbroich
1954 Einwohner (31. Dezember 2004)
Gegründet von Tuchmachern liegt Imgenbroich direkt oberhalb von Monschau auf den Eifelhöhen. Imgenbroich ist die Einkaufsgelegenheit für Monschau und hat die meiste Kleinindustrie. Weiterhin befindet sich hier die zweite Jugendherberge Monschaus. In der Vergangenheit wurde auch Konzen von hier aus verwaltet.
Ortsteil Kalterherberg
2537 Einwohner (31. Dezember 2004)
Der Name charakterisiert den Ort. Direkt am Hohen Venn gelegen, bekommt dieser Grenzort zu Belgien als erster das schlechte und kalte Wetter ab. Auffällig ist die zweitürmige große Kirche, Eifeldom genannt.
Ortsteil Konzen
2431 Einwohner (31. Dezember 2004)
Konzen ist die „Keimzelle“ und der älteste Ortsteil von Monschau und war schon zu karolingischer Zeit besiedelt.
Ortsteil Mützenich
2221 Einwohner (31. Dezember 2004)
Ebenfalls an der belgischen Grenze gelegen, im Einzugsberich der Hohen Venns, unterhalb der höchsten Erhebung der Gegend, dem Stehling.
Ortsteil Rohren mit Widdau
747 Einwohner (31. Dezember 2004)
Kleinster Ortsteil und „Wintersportgebiet“ mit Sommerrodelbahn und bei Schnee einen Schlepplift.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Rotes Haus Stiftung-Scheibler-Museum
- Bürgerliche Wohnkultur zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert
- Felsenkeller Brauerei-Museum (Weblink)
- 150 Jahre Braukunst im historischen Monschauer Brauhaus, Sammlung alter Brauereigeräte
- Historische Senfmühle (Weblink)
- 1882 erbaute Senfmühle
- Druckerei Museum Weiss (Weblink)
Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich zahlreiche Bunkerruinen und Panzersperren des ehemaligen Westwalles.
Söhne und Töchter der Stadt
- Ludwig Mathar, deutscher Schriftsteller
- Dr. Mario Theissen, BMW-Motorsport-Direktor
- Elwin Bruno Christoffel, deutscher Mathematiker
Siehe auch: Ardennen Offensive, Ardennen, Hohes Venn, Vennbahn, Liste deutscher Museen nach Orten, Liste deutscher Museen nach Themen, Liste französischer Bezeichnungen deutscher Orte
Weblinks
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