Mono Lake
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Der Mono Lake ist ein alkalischer Salzsee im zentral-östlichen Teil von Kalifornien. Er befindet sich östlich vom berühmten Yosemite National Park, zwischen der Sierra Nevada und den kalifornischen White Mountains. Ein winziges Dorf, Lee Vining, liegt am südlichen Rand des Sees. Der See versorgt einen Nistraum für viele Vogelarten und ist einer der produktivsten Ökosysteme in Nordamerika.
Inhaltsverzeichnis |
Geologische Eigenschaften
Die Mono-Krater sind rhyolithische Kuppeln. Die dunkelfarbige Negit-Insel ist vulkanisch und weniger als 2.000 Jahre alt. Die Pahoa-Insel ist eine größere, hellere Insel im Meer. Sie wurde von geologischem Auftrieb, verursacht von der Bewegung von Magma, geschaffen. Black Point ist das Überbleibsel eines Schlackenkegelvulkans, der in der Urzeit unter dem Wasser ausbrach. Damals war Mono Lake erheblich größer, man bezeichnet das Urmeer als Lake Russell.
Ökologische Herausforderungen
Um die schnell wachsende Stadt Los Angeles mit Wasser zu versorgen, leitete man in den späten 1920er Jahren Wasser von dem Owens-Fluss sowie von den Nebenflüssen, die in den Mono Lake mündeten (siehe California Water Wars und William Mulholland). 1941 verbreitete Los Angeles sein Aquäduktsystem direkt in das Stromgebiet von Mono Lake. Deswegen leitete man das Fließgewässer, welches normalerweise in den Mono Lake gehen würde, ab.
Genügend Wasser hatte man abgeleitet, so dass die natürliche Verdampfung den Zufluss bald überstieg. Der Pegel des Sees sank dramatisch. Alkalischer Sand und einst versunkene Kalktuffturme wurden ausgesetzt, und die Negit-Insel in der Mitte des Sees, wandelte sich in eine Halbinsel um, sodass die Coyoten Beute auf die Nester der Möwen machen konnten.
1976 beobachtete David Gains, ein Magisterstudent an der Universität von Kalifornien zu Davis, das Ökosystem des Sees. Er schrieb eine Abhandlung über die Krise des bedrohten Ökosystems und spielte eine ausschlaggebende Rolle in der Kampagne, die kalifornische Öffentlichkeit von den verheerenden Wirkungen des gesunkenen Pegels zu informieren. Seitdem hat man sich bemüht, Wasser zurück in den See zu leiten. Allerdings bleibt der Pegel, historisch betrachtet, noch zu niedrig; das ausgesetzte Ufer erzeugt gefährlichen alkalischen Staub bei starkem Wind.
Erholung
Wegen der Wasserableitungen dorrte der nahe liegende See Owens Lake vollständig aus, der früher ein ähnliches Ökosystem unterstützt hatte. Der Mono Lake entkam solchen verhängnisvollen Konsequenzen, nur, weil die kalifornische Behörde für Wasserressourcen ("California State Water Resources Control Board") nach einer Reihe langwieriger Prozesse am 28. September 1994 eine Verordnung erteilte, um den Mono Lake und seine Nebenflüsse zu schützen. Seitdem ist der Pegel stetig gestiegen; 1941 stand der Pegel am 1956 Meter (6417 US-Fuß) über dem Meerespiegel; im Jahre 2004 hat er 1945 Meter (6381 US-Fuss) erreicht, und diese Kennzahl war doch eine Verbesserung. (Siehe http://www.monolake.org/live/lakelevel/monthly.htm). Das endgültige Ziel der Behörde ist ein Niveau von mindestens 1948,3 Meter (6392 US-Fuss); leider ist das problematisch, wegen der dauerhaften Dürren im ganzen amerikanischen Westen.
Der See enthält ungefähr 280 Millionen US-Tonnen (254 Megagram) von aufgelösten Salzen. Der Salzgehalt variiert zu jeder beliebigen Zeit mit dem jeweiligen Wasservolumen. Vor 1941 stand der Salzgehalt auf 50 Gramm pro Liter (die Ozeane der Welt haben einen durchschnittlichen Wert von 31,5 Gramm pro Liter). Als der See 1982 auf seinen niedrigsten Pegel sank, hatte die Salzigkeit sich auf 99 Gramm pro Liter verdoppelt. 2002 waren es 78 Gramm Salz pro Liter. Man erwartet, dass sich der Salzgehalt in den nächsten 20 Jahren zu einer Konzentration von 60 Gramm pro Liter stabilisieren wird, vorausgesetzt, dass man dem See kein Wasser mehr wegnimmt.
Die Übersalzung des Sees (mit einem Ph-Wert von 10, sehr alkalisch) schließt die Möglichkeit aus, dass Fischarten darin leben können. Die kalifornische Behörde für Fisch- und Jagdwesen (California Department of Fish and Game) hat versucht, das Meer künstlich mit einem Fischvorrat anzulegen, doch ohne Erfolg. Der See ist jedoch berühmt für seine Salzwassergarnelen, Artemia monica, eine winzige Gattung davon. Sie ist kleiner als ein Fingernagel und ist weltweit nirgends woanders zu finden. Man schätzt, vier bis sechs Milliarden dieser Garnelen bewohnen das Meer. Diese Art Garnelen haben für Menschen keinen Nährwert, sind aber eine wichtige Nahrungsquelle für die hiesigen Vögel. Die ganze Nahrungskette des Sees basiert auf den einzelligen Algen, die in den warmen, seichten Gewässern gedeihen.
Bedeutung
Mono Lake ist ein lebensnotwendiger Zufluchts- und Nahrungsort für fortziehende Vögel, die normalerweise in der Nähe von Ufern wohnen. Ein Tierschutzverein, das Western Hemisphere Reserve Network, hat der See als ein "internationales Schutzgebiet" gekennzeichnet. Fast zwei Millionen Wasservögel, darunter 35 Gattungen von Ufervögeln, benutzen jedes Jahr diesen See mehrere Monate, um nach Nahrung zu suchen und sich auszuruhen. Die Ufervögel, die auf den See angewiesen sind, schließen Braunhals-Säbelschnäbler (bzw. amerikanische Säbelschnäbler), Keilschwanz-Regenpfeifer, und Flussüberläufer ein. Mehr als 1,5 Millionen Renntaucher und Wilsonwassertreter benutzen während ihrer langen Migrationen den See. Am Ende jedes Sommers kommen Tausende von Wilsonwassertretern und Odinshühnchen aus ihren Nistgeländen an. Sie ernähren sich und setzen ihre Migration nach Südamerika oder in die Tropen fort.
Weblink
Website des Mono Lake Committee (english)



