Mongolenfleck
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Der Mongolenfleck (lat.: Naevus caeruleus, auch Sakralfleck, Steißfleck) bezeichnet ein bläuliches harmloses Muttermal meist am Rücken, Gesäß oder Kreuzbein eines Neugeborenen. Diese Ansammlung von Pigmentzellen (Melanozyten) entsteht, wenn die Melanozyten während der Schwangerschaft stehen bleiben, sich also nicht wie normalerweise bewegen. Das Mal verblasst bzw. verschwindet meist nach vier bis acht Jahren oder bis zur Pubertät.
Der Name Mongolenfleck entspringt der Tatsache, dass bei über 90% der Kinder mongolider Herkunft das Mal zu beobachten ist. Der Fleck tritt selten bei negriden Menschen auf und kommt am seltensten bei Kindern indoeuropäischer, meist mediterraner Herkunft vor. Nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern 451 siedelten Attilas verwundete und versprengte Hunnen in Frankreich (Champagne) nahe dem Schlachtfeld in einigen Dörfern. Der in diesen Orten noch überdurchschnittlich oft anzutreffende Mongolenfleck wird auch Hunnenmal genannt. Bezeichnenderweise gibt es in dieser Gegend auch alte Straßendörfer, die eigentlich für Europa in dieser Zeit untypisch sind. Auch im mittelhessischen Alsfeld (20.000 Einwohner, Vogelsbergkreis) ist dieser Fleck bei Neugeborenen ebenfalls weit verbreitet. Die Hunnen waren einst in dieser Gegend unterwegs auf dem Anmarsch nach Gallien und haben dabei mit großer Wahrscheinlichkeit ihre genetischen Spuren hinterlassen.
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