Monarchfalter

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Monarchfalter
Monarchfalter (Danaus plexippus)
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Edelfalter (Nymphalidae)
Gattung: Danaus
Art: Monarchfalter
Wissenschaftlicher Name
Danaus plexippus
Linnaeus, 1758

Der Monarchfalter (Danaus plexippus) ist ein giftiger Schmetterling.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Monarchfalter hat rötlich bräunliche Flügel mit schwarzen Adern und Rändern auf denen sich zwei Reihen weißer Punkte befinden. Ihre Flügelspanne beträgt 10 cm. Der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Monarchfaltern ist der, dass die Flügel der männlichen Falter nach oben gebogen sind, die der weiblichen nach unten.

Ähnliche Arten sind:

  • Afrikanischer Monarch (Danaus chrysippus)

Flugzeit

In Nordamerika im Frühling und im Sommer in ein bis drei Generationen im Norden und in vier bis sechs Generationen im Süden (ganzjährige koninuierliche Fortpflanzung).

Lebensraum

Offene Habitate, Wiesen, krautige Flächen, Sumpfländer.

Lebensweise

Bild:Monarch Butterfly egg.jpg Im März paaren sich die Monarchfalter und begeben sich auf den Rückflug. Auf dem Flug legen sie viele Pausen ein, wobei die Weibchen ihre Eier an die Blattunterseite eines Schwalbengewächses ablegen, die von Vögeln gemieden werden. Nach der Eiablage sterben die Weibchen, ebenso die Männchen. Nachdem die Raupen geschlüpft sind fressen diese vor allem an den Blättern des Schwalbengewächses (Asclepius syriaca, Asclepius incarnata, Asclepis speciosa). Die in den Fraßpflanzen enthaltenen Glycoside sind giftig und werden in den Körpern der Raupen und Falter zum Teil eingelagert und zum Teil in andere Gifte umgewandelt, wodurch diese für Freßfeinde ungenießbar oder giftig sind.

Den Sommer verbringen die Falter im Norden der USA und an der kanadischen Grenze. Der Falter ist für sein ausgeprägtes Wanderverhalten berühmt. Die Monarchfalter legen zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren etwa 4000 km zurück, ungefähr 70 km pro Tag mit Rückenwind sogar 300 km pro Tag. Der Falter überwintert entlang der kalifornischen Küste und in Zentralmexiko, dort zum Beispiel im Naturschutzgebiet El Rosario (Mexiko). Ein kleinerer Teil überwintert entlang der Küsten des Golfs von Mexiko oder an den südlichen Küsten des Atlantiks.

Danach suchen sie sich einen geeigneten Verpuppungsort. Nach fünfzehn Tagen der Verpuppung, schlüpft ein neuer Schmetterling, der dann seine Reise in den Norden fortsetzt. Der neue Schmetterling paart sich wieder, die Weibchen legen Eier ab und beide Partner sterben. Ihre Kinder fliegen dann weiter in Richtung Norden. Jede Generation legt ein Stück des Weges in den Norden zurück, bis die letzte im Norden der USA und an der kanadischen Grenze ankommt. Im nächsten Herbst fliegen dann die Enkel und Urenkel zurück in die Winter nach Zentral-Mexiko ins Naturschutzgebiet El Rosario. Im ihrem Winterquartier bleiben die Monarchfalter dann von November bis März, bis sie sich wieder auf den Rückflug machen. Im Winter hängen die Falter aneinandergeklammert in großen Trauben an einer mexikanischen Baumart, den Oyamales-Bäumen. Der Monarch ernährt sich vom Nektar von Blüten und vom Zucker von Früchten.

Verbreitung

Der Falter ist hauptsächlich verbreitet im Süden Kanadas, durch die gesamten USA, Zentralamerika und in den meisten Gebieten von Südamerika. Er kommt auch in Australien, Neuseeland, Hawaii und anderen Pazifischen Inseln vor. In Europa wird er nur gelegentlich angetroffen, so im Süden von Spanien und Portugal, dann wandert er aber aus Afrika ein und tritt sogar im Süden von England in Erscheinung. Azoren, Kanaren. Dieser Wanderfalter dehnt sein Verbreitungsgebiet seit Mitte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich aus: Neuseeland 1840, Australien 1870, Kanaren 1880, Bodenständigkeit in Spanien 1983, Südfrankreich, Korsika und Mauritius wurden 1983 gemeldet.

Indios

Die Indios bezeichnen den Monarchfalter als „Drachen des Waldes“ (aus der Nahuatl-Sprache). Für sie symbolisieren die bunten Wolken die Seelen der Verstorbenen.

Literatur

  • Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7

Weblinks

Wikilink

Bild:Commons-logo.svg WikiCommons: Monarchfalter – Bilder, Videos oder Audiodateien


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