Mizar
aus Freepedia, der freien Wissensdatenbank
Mizar (arab. Mantel) ist der Eigenname des Sterns ζ Ursae Maioris (Zeta Ursae Maioris). Mizar ist der mittlere Deichselstern im Sternbild Großer Wagen. Besonders bekannt ist er, weil er einen bereits mit bloßem Auge sichtbaren Begleiter hat: Alkor, genannt das Reiterlein. Voraussetzung ist allerdings klarer Himmel und ein scharfes Auge (Augenprüfer). Das Sternenpaar erscheint mit bloßem Auge als optisches (scheinbares) Doppelsternsystem, denn Mizar ist 78 Lichtjahre und Alkor 81 Lichtjahre von der Erde entfernt. Als scheinbares Doppelsternsystem sind sie nicht durch Schwerkraft aneinander gebunden, und stellten sich später als Mehrfachsternsysteme heraus, weil beide, sowohl Mizar als auch Alkor, weitere Begleiter haben, die jedoch erst mit dem Teleskop sichtbar werden. Mizar selbst ist ein visueller Doppelstern (mit Teleskopen ab 5 Zentimeter Objektivöffnung trennbar), dessen Komponenten - die +2,3 mag und +4,0 mag hell und vom Spektraltyp A2 sind - sich in einem Winkelabstand von 14,4 Bogensekunden bei einem Positionswinkel von 153 Grad befinden. Giovanni Riccioli hat 1650 als erster die Doppelsternnatur von Mizar erkannt, der erste teleskopische Doppelstern der Geschichte. 1889 entdeckte Edward Charles Pickering, dass die Komponenten A und B selbst wiederum spektroskopische Doppelsterne sind, so dass Mizar sogar ein Vierfachsystem darstellt. Erst in jüngerer Zeit ist es gelungen die Teilsysteme A und B per Interferometrie direkt als getrennte Lichtquellen sichtbar zu machen. Alkor ist in Wirklichkeit ein Dreifachsystem.
Koordinaten (Äquinoktium 2000.0)
- Rektaszension: 13 h 23 m 55,50 s
- Deklination: +54° 55' 31,0"
Siehe auch: Liste der Sterne



