Mittelstreckenrakete

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Als Mittelstreckenraketen bezeichnet man im deutschen Sprachraum ballistische Raketen mit einer Reichweite von rund 1.000 bis 5.500 km.

Nach international üblicher Klassifizierung fallen zwei Klassen von ballistischen Raketen in diesen Bereich:

  • MRBMs (Medium Range Ballistic Missiles) für Raketen mit einer Reichweite von rund 1.000 bis 2.750 km (siehe MSBS M1)
  • IRBMs (Intermediate Range Ballistic Missile) für Raketen mit Reichweiten von 2.750 bis 5.500 km.

Zu ihnen zählen unter anderem die US-amerikanische Pershing II und die sowjetische SS-20. Im Zusammenhang mit dem Nato-Doppelbeschluss werden oft BGM-109 Tomahawk Marschflugkörper den Mittelstreckenraketen zugeordnet, obwohl sie nicht auf ballistischen Bahnen fliegen und auch keinen Raketenantrieb haben. Vergleichbar war nur die Bedrohungslage durch vergleichbare Angriffs-Entfernungen, kurze Reaktionszeiten, Treffgenauigkeit und insbesondere Stationierung auf deutschem Territorium. In den Medien wurden diese Marschflugkörper (engl. Cruise Missile) den Mittelstreckenraketen oft gleichgesetzt. Dies führte zu der Anfang der 1980er üblichen deutschen Formel "Pershing II und Cruise Missile".

Für eine Liste der internationalen Klassifizierung von ballistischen Raketen, siehe: Ballistische Raketen

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