Sand
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| Bild:Disambig-grau.png | Dieser Artikel behandelt Sand als Gesteins-Korngröße, weitere Bezeichnungen und Namensträger unter Sand (Begriffsklärung) |
Bild:Sand patterns.jpg Bild:White Sands National Monument.jpg Sand ist ein natürlich vorkommendes Sediment mit einer Korngröße von 0,063 - 2 mm, das aus zerkleinertem Gestein besteht.
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Geologie des Sandes
Sand kann von Wind und Wasserbewegung zu Sandstränden, Dünen u.ä. aufgehäuft werden. In diesem Fall spricht man von einem Lockersediment oder, im geologischen Sinn, von einem Lockergestein. Ist das Material über längere Zeit erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur ausgesetzt, verdichtet es sich im Laufe der Diagenese zu einem Sandstein. In der Bodenkunde ist der Sandboden die grobkörnigste der vier Hauptbodenarten.
Die mineralische Zusammensetzung von Sand kann je nach Ort sehr stark variieren. Zum Beispiel besteht der feine, weiße Sand am Strand von Koralleninseln aus zermahlenen Korallenskeletten, und damit überwiegend aus Kalziumkarbonat (CaCO3). Der Großteil der Sandvorkommen besteht allerdings aus Quarz (Siliziumdioxid SiO2), denn er ist nicht nur häufig, sondern auch mit einer Härte von 7 auf der 10-stufigen Mohs'schen Härteskala besonders verwitterungsbeständig. Bekannt ist auch der grüne Sand von den Stränden Hawaiis der seine Farbe durch das vulkanogene Olivin erhält. Feinkörnig verwitterter Basalt sorgt für schwarze Strände.
Durch Wind bewegter Sand und andere feinkörnige Sedimente können nach dem Prinzip des Sandstrahlgebläses an Gesteinsformationen Korrasion (Windschliff, Winderosion) bewirken und charakteristische, mitunter bizarre Erosionsformen, beispielsweise Windkanter, herausbilden.
Einteilung nach Korngröße
Bild:Coloradodunes.jpg Nach der im deutschsprachigen Raum bevorzugten Einteilung nach DIN 4022 (1955) werden folgende Korngrößenbereiche unterschieden:
| Sand (S) | Korngröße |
|---|---|
| Grobsand (gS) | 0,63 - 2,0 mm |
| Mittelsand (mS) | 0,20 - 0,63 mm |
| Feinsand (fS) | 0,063 - 0,20 mm |
Kornklasseneinteilung auf Grundlage des Äquivalentdurchmessers
In der Praxis findet man jedoch auch geringfügig andere Klassengrenzen. Grobschluff und Sand werden der Einteilung nach von Engelhardt (1953) folgend als Psammite bezeichnet.
Sand als Lebensraum
Bild:Sandworld 2003 Kuenstler.jpg Sandlandschaften sind nicht gleichbedeutend mit toten und kahlen Landschaften, wie z.B. die "klassische" Wüste. Sandlandschaften bieten vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Siehe dazu Sandachse Franken. Am Boden von Gewässern besiedeln Kleinstlebewesen das Sandlückensystem.
Verwendung
Weiterhin ist Sand für folgende Bereiche von wirtschaftlicher Bedeutung:
- Als Grundstoff für die Glasherstellung
- Als Fugenfüller bei Pflastersteinen und Gehwegplatten
- Als Gestaltungselement in der Landschaftsplanung, Gartenbau, Sportbereich und Kinderspielplätze (Sandkasten)
- Als Schleif-, Scheuer- und Poliermittel
- Sand ist ein wesentlicher Zuschlagsstoff bei Baustoffen wie Beton und Kalkmörtel
- Quarzreicher Sand ist ein Rohstoff für die Zementherstellung
- Siliziumreicher Sand dient als Grundstoff für die Herstellung von Halbleitern
- Da Sand ein verhältnismäßig großes Porenvolumen hat, haben unterirdische Sand- und Sandsteinvorkommen Bedeutung als Speichermedium für Trinkwasser, Erdöl und Erdgas
- In der Entwässerungstechnik ist Sand bedeutend als Filtermaterial in der Abwasserreinigung, zum Beispiel bei Retentionsbodenfiltern
- Für den Fremdenverkehr ist Sand eine besondere Attraktion, wenn es oberflächliche Sandvorkommen in Form von Sandstränden und Dünen an der Küste gibt
- Stuck ist eine sandhaltige, gut formbare Masse, die als Werkstoff für die Innen- und Fassadenverzierung von Gebäuden verwendet wird
- Quarzsand wird als Strahlmittel beim Kugelstrahlen (Sandstrahlen) verwendet. Als Ersatzmittel wird feinkörniger Korund eingesetzt, da der Silikatstaub eine Silikose (Staublunge) hervorrufen kann
- gewisse Sandarten können als Baustoff für Sandskulpturen dienen
"Sand" als Metapher
Auffällig viele Redensarten benutzen den "Sand" als Metapher:
- Jemandem Sand in die Augen streuen für "ihn verblenden"
- etwas in den Sand setzen für ein "Missgeschick"
- Sand im Getriebe für "Störung"
- Wie Sand am Meer für "sehr große Anzahl" (Keine echte Metapher, eher ein Vergleich)
- Kopf in den Sand stecken für "eine Gefahr nicht sehen wollen"
Siehe auch
Sandrose, Sandbank, Sander, Treibsand, Sandsturm, Sandburg, Sanduhr, Sandsack, Sandfang, Haftreibung, Reibungswinkel, Sandmann
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