Mittelozeanischer Rücken

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Mittelozeanische Rücken (en: mid ocean ridges) bilden ein Netz von langen, so genannten untermeerischen, die Erde nicht ganz nahtlos umspannenden und sehr hoch aufragenden Gebirgszügen bzw. die etwas oder einiges niedrigeren Schwellen am Grund der Meere und Ozeane.

Diese Rücken sind in den letzten 200 Millionen Jahren an jenen Stellen entstanden, wo sich die Grenzen von divergierenden Tektonischen Platten der Erdkruste befinden. Der Vorgang der Ozeanbodenspreizung (engl.: seafloor spreading) hält in diesen Zonen nach wie vor an.

Im Bereich dieser Mittelozeanischen Rücken wird neue ozeanische Kruste gebildet, indem aufsteigendes Magma im sich bildenden "untermeerischen" Gebirge zu Basalt erstarrt. Innerhalb des Atlantiks befindet sich das weltweit größte diesbezügliche Gebirge - der Mittelatlantische Rücken. Dadurch entfernen sich beispielsweise Afrika und Südamerika - beiderseits des Atlantiks - jährlich um einige cm, was als erster Alfred Wegener zu Beginn des 20. Jahrhunderts vermutet hat. Auf der ganzen Welt entstehen auf diese Weise jährlich ca. 2 Quadratkilometer neue Erdkruste (Meeresboden). Im Gegenzug verkleinert sich der Pazifische Ozean durch Subduktion, also durch das Verschwinden der Erdkruste einer Tektonischen Platte unter einer anderen beim Zusammenstoß der beiden.

Mittelozeanische Rücken sind nicht überall identisch, sondern weisen spezifische Eigenschaften auf. So besitzen sie zwar alle Transformstörungen, doch liegen diese zum Beispiel im Atlantik nur etwa 50 km auseinander, während sie im Pazifik einen Abstand von meherern hundert Kilometern besitzen. Auch kommt es im Pazifik zur Erscheinung der „overlapping spreading zones“, also von Rückensegmenten, die parallel zueinander versetzt sind und sich teilweise überschneiden.

Die Basalte, die hier entstehen, werden dementsprechend als mid ocean ridge basalt (MORB) bezeichnet.

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